Pittsburgh Symphony Orchestra

Bestandteil des kulturellen Lebens Pittsburghs und pflegt enge Verbindungen zu der Region und ihren Bürgern. Das hohe künstlerische Niveau des PSO ist nicht zuletzt in seiner langen Geschichte begründet, die einige der weltbesten Dirigenten und Musiker aufweist. Seit Herbst 2008 führt Manfred Honeck diese Tradition als Music Director des PSO weiter. In der Saison 2017/18 wurde die zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit des Orchesters mit seinem gegenwärtigen Music Director gewürdigt.

Die Liste international renommierter Dirigenten, die das PSO geleitet haben, wird von Victor Herbert angeführt, Music Director von 1898 bis 1904, der die anfängliche Entwicklung des PSO stark beeinflusste. Davor leitete Frederic Archer (1896-1899) als erster Dirigent das Orchester. Entscheidend für die Etablierung des Orchesters als amerikanische Institution war Maestro Otto Klemperer in den späten 1930er Jahren. Vor Klemperer leiteten Emil Paur (1904-1910), Elias Breeskin (1926-1930) und Antonio Modarelli (1930-1937) das PSO. Von 1938 bis 1948 begann ein neuer Abschnitt für das Orchester mit seiner ersten internationalen Tournee und der ersten kommerziellen Aufnahme unter der Leitung von Fritz Reiner.

Das hohe künstlerische Niveau des PSO wurde mit der langen Amtszeit von William Steinberg als Music Director (1952-1976) noch gesteigert. André Previn (1976-1984) führte das Orchester zu neuer Größe mit verschiedenen Tourneen, Aufnahmen und Fernsehübertragungen, wie zum Beispiel die PBS Serie „Previn and the Pittsburgh“. Lorin Maazel begann 1984 als Music Consultant beim PSO, anschließend leitete er das Orchester von 1988-1996 als Music Director und formte das PSO zu einem der besten Orchester der Welt. Mariss Jansons (1997-2004) trieb die künstlerische Qualität des Orchesters weiter voran. Im Anschluss gründete das PSO ein innovatives Leitungsmodell mit Artistic Advisor Sir Andrew Davis, dem Principal Guest Conductor Yan Pascal Tortelier und dem Endowed Guest Conductor Chair Marek Janowski. Diese drei Dirigenten übernahmen die Führung des Orchesters bis Januar 2007, als das PSO sich für Honeck als Dirigenten ab der Saison 2008-2009 entschied.

Das PSO weist eine lange Geschichte an Tourneen auf, die es seit dem frühen 20. Jahrhundert im In- und Ausland als Weltklasse-Orchester auszeichnet. Knapp 40 internationale Tourneen führten es nach Europa, Fern-Ost und Südamerika. Auf der Tournee nach Fern-Ost im Jahr 2002 spielte das Orchester zum ersten Mal in Kuala Lumpur und Australien. Im Januar 2004 spielte das PSO als erstes amerikanisches Orchester für Papst Johannes Paul II. im Vatikan. Im Mai 2009 führte das PSO eine Tournee nach Asien mit Debutauftritten in Shanghai, China und Kaohsiung, Taiwan, nachdem das Orchester bereits 1987 erstmalig in Beijing, China aufgetreten war.

Im Anschluss an die erfolgreiche Europatournee mit Manfred Honeck und dem PSO im Jahr 2010, folgte eine zweite im Jahr 2011 – mit Auftritten bei renommierten Musikfestivals, wie z.B. den BBC Proms in der Royal Albert Hall in London, dem Musikfest Berlin, dem Beethovenfest in Bonn, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival und dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Hoch gelobt von Kritikern trat das PSO im Rahmen dieser Tournee auch in Paris und in Grafenegg und Vilnius (Litauen) auf. Im Sommer 2017 führte die jüngste Tournee das Orchester und seinen Music Director zu bedeutenden europäischen Musikfestivals, u.a. zu den Salzburger Festspielen. Die nächste gemeinsame ausgedehnte Europareise folgt im Herbst 2019.

Eine enge Beziehung pflegt das PSO zum Wiener Musikverein. Nach einer einwöchigen Residenz im Jahr 2012 folgten im Frühjahr 2016 drei weitere Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee sowie ein Konzert während der Sommer-Tournee 2017.

Seit 2006 arbeitet das PSO mit der Allegheny Conference on Community Development und seinem Marketingunternehmen, der Pittsburgh Regional Alliance, zusammen, um internationale Tourneen dafür zu nutzen, wirtschaftliche Kontakte in anderen Ländern zu knüpfen. Diese Partnerschaft, die einzigartig unter den amerikanischen Orchestern ist, hat zu zahlreichen Investitionen in der Region Pittsburgh geführt.

Das Orchester verfügt auch in den USA über eine reiche Geschichte an Tourneen, welche das PSO über die Jahre hinweg in alle bedeutenden Städten und Musikzentren Amerikas, wie der Carnegie Hall in New York und dem Kennedy Center in Washington führten.

Bereits 1936 wurde das PSO von Küste zu Küste ausgestrahlt und erhielt 1982 erhöhte nationale Aufmerksamkeit durch eine Reihe an Rundfunkübertragungen, die von WQED-FM 89.3 in Pittsburgh produziert wurden. Im Mai 2012 führte WQED den Pittsburgh Concert Channel ein – online unter www.wqed.org/fm/player/pcc zu hören – ein einmaliger Sender, der exklusiv archivierte Aufführungen des Pittsburgh Symphony Orchestra sendet.

Beginnend mit der ersten kommerziellen Aufnahme im Jahr 1941, folgten mehrere von Kritikern gelobte Einspielungen des Orchesters. Die Aufnahmen des PSO sind bei Pentatone, EMI, Angel, CBS, Philips, MCA, New World, Nonesuch, Sony Classical und Telarc labels erschienen. Die mit Werken von Tschaikowsky und Prokofjew bei Sony Classical erschienene CD mit Lorin Maazel und Cellist Yo-Yo Ma gewann 1992 einen Grammy Award. Die CD Cinema Serenade mit Filmmusik, dirigiert von John Williams und mit dem Geiger Itzhak Perlman, war Nr. 1 der Billboard Crossover Charts. Weitere Einspielungen des PSO beinhalten Strauss‘ Ein Heldenleben, Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 sowie Mahlers Sinfonien Nr. 1, 3, 4 und 5 unter Manfred Honeck beim japanischen Label Exton.

Die Einspielung von Mahlers Vierter Symphonie mit dem PSO unter der Leitung von Manfred Honeck sowie Sopranistin Sunhae Im wurde 2012 mit dem renommierten International Classical Music Award (ICMA) ausgezeichnet.

Seit 2013 dokumentiert das audiophile Label Reference Recordings die Konzerttätigkeiten des Orchesters. Die erste SACD mit Tondichtungen von Richard Strauss wurde im Herbst 2013 veröffentlicht und von der Presse hochgelobt. Auch die zweite im Sommer 2014 veröffentlichte Einspielung mit Dvoraks Achter Symphonie und der von Manfred Honeck selbst konzipierten Symphonischen Suite aus Jenufa von Janacek sowie die dritte im Februar 2015 erschienene Aufnahme mit Bruckners Symphonie Nr. 4 wurden ebenfalls mit höchstem Kritikerlob bedacht. Im Herbst 2015 erschien eine CD mit Beethovens 5. und 7. Symphonie, 2016 folgten Tschaikowskys 6. Symphonie gemeinsam mit Dvoraks Rusalka-Suite sowie die Strauss-Aufnahmen der Rosenkavalier- und Elektra-Suiten. Die im August 2017 erschienene, mittlerweile siebte CD bei Reference Recordings mit Schostakowitschs 5. Symphonie und Barbers Adagio wurde 2018 mit einem Grammy als „Best Orchestral Performance” und „Best engineered classical album“ ausgezeichnet. Eine achte gemeinsame CD-Veröffentlichung erfolgt im Herbst 2018.

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Manfred Honeck

Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Neben Konzerten in der Carnegie Hall oder dem Lincoln Center in New York präsentieren er und das Orchester sich regelmäßig mit großem Erfolg auch dem europäischen Publikum: Gastspiele führen seit 2010 in zahlreiche europäische Musikmetropolen sowie zu den großen Musikfestivals, darunter Rheingau Musik Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Musikfest Berlin, Grafenegg Festival, Lucerne Festival, Enescu Festival, Salzburger Festspielen und die BBC Proms. Im Herbst 2019 folgt die nächste gemeinsame ausgedehnte Europareise. Eine enge Beziehung pflegen Manfred Honeck und sein Orchester zum Wiener Musikverein.

Die Saison 2018/19 führt Manfred Honeck als Gastdirigent u.a. zur Sächsischen Staatskapelle Dresden, San Francisco Symphony Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, Staatskapelle Berlin, New York Philharmonic, Wiener Symphonikern, Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia, NDR Elbphilharmonie-Orchester, Tonhalle-Orchester Zürich, Bamberger Symphonikern, Israel Philharmonic Orchestra, Budapest Festival Orchestra.

Manfred Honecks erfolgreiche Konzerttätigkeit in Pittsburgh wird umfassend vom audiophilen Label Reference Recordings dokumentiert. Sämtliche der SACDs  für Reference Recordings, darunter u.a.  Tondichtungen von Richard Strauss,  Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7 und Tschaikowskys 6. Symphonie erhielten eine Vielzahl an lobenden Pressestimmen; die Einspielungen von Dvořáks 8. Symphonie und der von Manfred Honeck selbst konzipierten Symphonischen Suite aus Jenůfa von Janáček sowie Bruckners Symphonie Nr. 4 wurden für den Grammy nominiert. Die im August 2017 erschienene, mittlerweile siebte CD bei Reference Recordings mit Werken von Schostakowitsch und Barber wurde 2018 mit einem Grammy als “Best Orchestral Performance” und „Best engineered classical album“ ausgezeichnet. Eine achte gemeinsame CD-Veröffentlichung erfolgt im Herbst 2018.

Daneben liegen mehrere mit dem PSO eingespielte CDs, darunter Mahlers 4. Symphonie, die 2012 mit dem renommierten International Classical Music Award ausgezeichnet wurde, beim japanischen Label Exton vor.

Von 2007 bis 2011 war Manfred Honeck Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er u.a. Premieren von Berlioz’ Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites,  Rosenkavalier von R. Strauss, Die Fledermaus von Johann Strauß, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, Komische Oper Berlin, Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Er ist darüber hinaus seit mehr als fünfzehn Jahren Künstlerischer Leiter der “Internationalen Wolfegger Konzerte”.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sowie als Leiter des “Jeunesses Musicales” Orchesters Wien sammeln konnte.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sammeln konnte.

Seine Dirigentenlaufbahn begann Manfred Honeck in Wien als Assistent von Claudio Abbado sowie als Leiter des Jeunesses Musicales Orchesters. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch nach einer außerordentlich erfolgreichen Europa-Tournee für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er  Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 war er Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

Im Laufe seiner umfangreichen Konzerttätigkeit dirigierte Manfred Honeck führende internationale Klangkörper, darunter Berliner Philharmoniker, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Bamberger Symphoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Sächsische Staatskapelle Dresden, Tonhalle-Orchester Zürich, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, San Francisco Symphony und Philadelphia Orchestra. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er im Frühjahr 2016 mit dem Ehrenprofessorentitel ausgezeichnet. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als “Artist of the Year” aus.

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