Mari Kodama

Klavier

Mari Kodamas äußerst differenzierte, zugleich natürliche Musikalität und ihre einzigarte Fähigkeit, klangliche Ausdrucksstärke mit einer klaren Form zu verbinden, haben sie zu einer der international führenden Pianistinnen gemacht. Sie ist eine maßstabsetzende Beethoven-Interpretin und wird beständig für ihre Virtuosität in einem breiten Spektrum an Repertoire gelobt, das sowohl Orchester- als auch Kammermusik- und Solowerke von Komponisten aller Epochen umfasst.

In der Saison 2019/20 hebt Mari Kodama ihre Beherrschung eines solch vielfältigen Repertoires mit verschiedenen internationalen Konzertauftritten erneut hervor: So ist sie etwa mit den Göteborgs Symfoniker unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 für Konzerte in Schweden und Japan, führt in Marseille gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Marseille und Lawrence Foster Bartóks Klavierkonzert Nr. 2 auf und präsentiert gemeinsam mit ihrer Schwester, der Pianistin Momo Kodama Takemitsus Konzert für zwei Klaviere und Orchester im japanischen Osaka. Duo-Rezitale mit der Geigerin Veronika Eberle mit Werken von Schubert, Bartok, und Franck führen sie ebenfalls nach Japan. Mit Momo Kodama ist sie zudem für ein zeitgenössisches Duo-Rezital-Programm in Kanada.

Das Klavierwerk Ludwig van Beethovens bildet einen Schwerpunkt in Mari Kodamas Diskographie und ihre Interpretationen sind maßstabssetzend. Sie ist eine der wenigen Pianistinnen, die alle seine 32 Klaviersonaten für CD eingespielt hat. Die 2014 bei Pentatone erschienene Box mit sämtlichen CDs – ein Projekt, das über 11 Jahre andauerte – wurde von der Kritik hervorragend  aufgenommen. Am 11. Oktober 2019 veröffentlicht sie Beethovens Nulltes Klavierkonzert WoO 4, sein nahezu unbekanntes Jugendwerk, das gemeinsam mit seinem Rondo für Klavier und Orchester WoO 6 und seinen „Eroica“-Variationen für Klavier solo op. 35 ihre Box mit sämtlichen Klavierkonzerten Beethovens sowie dem Tripelkonzert gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano ergänzen wird (Label: Berlin Classics).

Mit dem Label Pentatone verbindet Mari Kodama eine langjährige Zusammenarbeit. 2018 brachte es ihre jüngste CD beim Label heraus: Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester, gemeinsam mit Momo Kodama und dem Orchestre Philharmonique de Marseille unter Lawrence Foster. Davor erschienen 2017 Noches en los jardines de España von Manuel de Falla, eingespielt mit dem Orchestra de la Suisse Romande unter Kazuki Yamada und 2016 Arrangements für zwei Klaviere von Tschaikowskis beliebten Balletten Der Nussknacker (Arr. Anton Arenski – Erstaufnahme), Dornröschen (Arr. Sergei Rachmaninow) und Schwanensee (Arr. Eduard Leontyevich Langer, Claude Debussy) mit Momo Kodama. Weiterhin enthält Mari Kodamas Diskographie Klavierkonzerte von Chopin und Loewe mit dem Russischen Nationalorchester (Pentatone) und Prokofjews Klavierkonzerte Nr. 1 und 3 sowie seine Klaviersonate Nr. 7 mit dem Philharmonia Orchestra (ASV).

Seit ihrem New Yorker Rezital-Debüt in der Carnegie Hall 1995 spielt Mari Kodama mit den führenden Orchestern und Dirigenten in den maßgeblichen Konzerthäusern dieser Welt. So spielte sie etwa mit dem Londoner Philharmonia Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, dem NDR Sinfonieorchester, den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra dem Los Angeles Philharmonic, dem American Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal oder dem Philharmonia Baroque Orchestra. In ihrer Heimat Japan spielte sie u.a. mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokyo sowie den Symphonieorchestern von Kyoto, Horishima und Osaka. Festivals, auf denen Mari Kodama spielte, umfassen u.a. das Verbier Festival, das Festival International de Piano La Roque d’Antheron, das Aldeburgh Festival of Music, Mostly Mozart in New York, das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Salzburger Festspiele, den Kissinger Sommer und regelmäßige Auftritte beim Les Folles Journées Festival in Nantes und Japan.

Durch ihre Konzertaktivität bringt Mari Kodama immer wieder Raritäten der Klaviermusik weltweit zu Gehör. Sie spielte etwa Stenhammers Klavierkonzert Nr. 2 in Göteborg und New York und hat mit Viviane Hagner zusammen Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Violine aufgeführt, sowohl mit Jyväskylä Sinfonia als auch mit dem DSO. Daneben hat sie 2013 gemeinsam mit Momo Kodama Jean-Pascal Beinthus’ Doppelkonzert für Klavier mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo uraufgeführt sowie die kanadischen Erstaufführungen von Jörg Widmanns Stücken Valse Bavaroise und Humoresken beim Orford Festival 2010 gespielt.

Neben ihren Auftritten übernimmt Mari Kodama auch die Rolle als künstlerische Leiterin von Musikfestivals: Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Kammermusik-Festivals „Forest Hill Musical Days“ in San Francisco, einer Konzertreihe, die sie zusammen mit ihrem Mann Kent Nagano ins Leben gerufen hat, und leitete die Kammermusikreihe des Orford Music Festivals. 2018 übernahm sie die künstlerische Leitung des Festivals „Tra Luce & Sogno“ in Postignano, Italien, für das sie Künstler gewinnen konnte wie z.B. Christian Gerhaher, Matt Haimowitz oder Gerold Huber.

In der Saison 2018/19 bekam Mari Kodama weltweit anerkennendes Lob für ihre Auftritte. Highlights waren u.a. Schönbergs Klavierkonzert mit dem SWR Symphonieorchester und  Kent Nagano  in Stuttgart und Freiburg, Duo-Konzerte mit Momo Kodama in Paris, Japan, Ungarn und Deutschland mit Werken von Mozart, Adams, Eötvös, Strawinsky, Ravel, Debussy, Bizet und Tschaikowski sowie ein Rezital mit Vadim Repin beim Montrealer Viree Classique Festival.

Mari Kodama wurde in Osaka geboren und wuchs in Düsseldorf und Paris auf. Am Conservatoire National in Paris studierte sie bei Germaine Mounier und mit Geneviève Joy-Dutilleux Kammermusik. Zudem arbeitete sie mit Tatiana Nikolaeva und Alfred Brendel zusammen. Mari Kodama ist ein Steinway Artist.

 

Weitere Informationen finden Sie auf Mari Kodamas Website: www.marikodama.com

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