Pittsburgh Symphony Orchestra

Seit mehr als 125 Jahren ist das Pittsburgh Symphony Orchestra ein essenzieller Bestandteil des kulturellen Lebens Pittsburghs und gilt als eines der führenden Orchester der Welt. Das hohe künstlerische Niveau des Pittsburgh Symphony Orchestra ist nicht zuletzt in seiner langen Geschichte begründet, die einige der weltbesten Dirigenten und Musiker aufweist. Seit Herbst 2008 führt Manfred Honeck diese Tradition als Music Director des Pittsburgh Symphony weiter. Im September 2021 gab das Orchester die Verlängerung von Manfred Honecks Vertrag als Music Director um sechs Jahre bis zur Saison 2027/28 bekannt. Manfred Honeck und das Pittsburgh Symphony Orchestra sind eines der gefragtesten nordamerikanischen Orchester und kulturelle Botschafter der Stadt Pittsburgh und der Vereinigten Staaten.

Die Liste der international renommierten Dirigenten, die das Pittsburgh Symphony Orchestra geleitet haben, wird von Victor Herbert angeführt, der zwischen 1898 und 1904 Music Director war. Nach ihm leiteten Emil Paur (1904-1910), Elias Breeskin (1928-1930) und Antonio Modarelli (1930-1937) das Orchester. Die Etablierung des Orchesters als amerikanische Institution fand in den späten 1930er Jahren unter der Leitung von Otto Klemperer und Fritz Reiner (1938 – 1948) statt. Das hohe künstlerische Niveau des Pittsburgh Symphony Orchestra wurde durch William Steinberg (1952-1976) gewahrt und weiterentwickelt. André Previn (1976-1984) führte das Orchester durch Tourneen, Aufnahmen und Fernsehauftritte (PBS-Serie „Previn and the Pittsburgh“) zu neuer Größe. Lorin Maazel begann seine Zusammenarbeit mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra 1984 als Artistic Advisor und war von 1988 bis 1996 Music Director. Von 1997 bis 2004 förderte Mariss Jansons das künstlerische Wachstum des Orchesters, und nach seinem Weggang schuf das Orchester ein innovatives Führungsmodell mit dem Artistic Advisor Sir Andrew Davis, dem Ersten Gastdirigenten Yan Pascal Tortelier und dem Gastdirigenten Marek Janowski. Diese drei Dirigenten bildeten die primäre künstlerische Leitung des Orchesters bis Januar 2007, als das Pittsburgh Symphony Orchestra dann Manfred Honeck auswählte, um die Leitung mit Beginn der Saison 2008/09 zu übernehmen.

Das Pittsburgh Symphony Orchestra hat eine bedeutende Geschichte in der Förderung neuer amerikanischer Werke. Das Orchester brachte u.a. Werke wie Leonard Bernsteins Sinfonie Nr. 1 Jeremiah 1944, John Adams‘ Short Ride in a Fast Machine 1986 und Mason Bates‘ Resurrexit 2018 anlässlich des 60. Geburtstags von Manfred Honeck zur Uraufführung. In der Saison 2021/22 leitete Manfred Honeck fünf Uraufführungen, darunter fünf Auftragswerke des Pittsburgh Symphony Orchestra mit u.a. Werken von Michael Daugherty und David Ludwig. In der Saison 2022/23 dirigierte Manfred Honeck unter anderem drei Weltpremieren und sieben Pittsburgh-Premieren mit dem Orchester in Pittsburgh. Ein Höhepunkt der Saison war Manfred Honecks dramatische Umsetzung von Requiem: Mozart und der Tod in Wort und Musik – eine speziell von Honeck konzipierte Version des Requiems stellt Mozarts letztes Meisterwerk durch die Brille des 21. Jahrhunderts dar, ergänzt durch eingeflochtene Texte. 2023/2024 dirigierte Manfred Honeck in Pittsburgh zehn facettenreiche Programme und mehrere Sonderprojekte, darunter mehrere Uraufführungen und Auftragswerke: Katherine Balch, Samy Moussa und das Doppelkonzert für Oboe und Horn von Michael Daugherty. In der Saison 2024/2025 geben elf Künstler*innen ihr Debüt mit dem PSO, darunter die Pianisten Tom Borrow und Vikingur Ólafsson sowie der Cellist Sheku Kanneh-Mason. Zudem werden vier Weltpremieren und PSO-Auftragswerke von Komponisten wie Lera Auerbach und Hannah Ishizaki präsentiert.

Das Pittsburgh Symphony Orchestra weist eine lange Geschichte an Tourneen auf, die es seit dem frühen 20. Jahrhundert im In- und Ausland als Weltklasse-Orchester auszeichnet. Knapp 40 internationale Tourneen führten es nach Europa, Fern-Ost und Südamerika. Auf der Tournee nach Fern-Ost im Jahr 2002 spielte das Orchester zum ersten Mal in Kuala Lumpur und Australien. Im Januar 2004 spielte das Pittsburgh Symphony Orchestra als erstes amerikanisches Orchester für Papst Johannes Paul II. im Vatikan. Im Mai 2009 führte das Orchester eine Tournee nach Asien mit Debutauftritten in Shanghai, China und Kaohsiung, Taiwan, nachdem es bereits 1987 erstmalig in Beijing, China aufgetreten war. Im Anschluss an die erfolgreiche erste Europatournee mit Manfred Honeck im Jahr 2010, folgten sechs weitere in den Jahren 2011, 2012, 2013, 2016, 2017, 2019, 2022. Die jüngste Tournee 2024 führte das Pittsburgh Symphony Orchestra und seinen Music Director in 10 europäische Städte: nach Grafenegg, Meran, Dortmund, Düsseldorf, Hamburg (2x), Köln, Wiesbaden, Wien und als einziges amerikanisches Orchester zu den Salzburger Festspielen. 2022 feierte das Orchester sein 75-jähriges Jubiläum seiner ersten internationalen Tournee.

Das Pittsburgh Symphony Orchestra kann auch in den USA auf eine beeindruckende Tradition nationaler Tourneen zurückblicken, welche es über die Jahre hinweg in alle bedeutenden Städte und Musikzentren Amerikas, wie die Carnegie Hall in New York und das Kennedy Center in Washington führten.

Bereits ab 1936 wurde das Pittsburgh Symphony im Rundfunk von Küste zu Küste ausgestrahlt und erhält seit 1982 erhöhte nationale Aufmerksamkeit durch eine Reihe an Übertragungen, die von WQED-FM 89.3 in Pittsburgh produziert werden.

Seit der Veröffentlichung der ersten kommerziellen Aufnahme im Jahr 1941 hat das Pittsburgh Symphony Orchestra zahlreiche Aufnahmen eingespielt, die von der Kritik hoch gelobt wurden. Sie sind bei den Labels Pentatone, EMI, EXTON, Angel, CBS, Philips, MCA, New World, Nonesuch, Sony Classical, Telarc und Deutsche Grammophon erschienen.

Seit 2013 wurde die erfolgreiche Arbeit von Manfred Honeck und dem Pittsburgh Symphony Orchestra in dreizehn Aufnahmen festgehalten, die von Reference Recordings in der Reihe PittsburghLive! veröffentlicht wurden. Die audiophilen SACDs umfassen Tondichtungen und Suiten von Richard Strauss, Beethovens Symphonien Nr. 3, 5, 7 und 9, Bruckners Symphonien Nr. 4 und 9 sowie Tschaikowskys Symphonien Nr. 4 und 6 und haben hervorragendes Echo für Manfred Honecks Interpretationen sowie die Tontechnik des Partners Soundmirror erhalten.

Nach mehreren GRAMMY-Award-Nominierungen wurde die Aufnahme von Schostakowitschs Symphonie Nr. 5 und Barbers Adagio im Januar 2018 mit zwei Awards ausgezeichnet: Best Orchestral Performance und Best Engineered Album Classical. Auch die Aufnahmen der Symphonie Nr. 9 von Bruckner sowie Symphonie Nr. 3 und Nr. 9 von Beethoven erhielten mehrere GRAMMY®-Nominierungen. Im Oktober 2021 erschien mit Brahms Symphonie Nr. 4 und MacMillan Larghetto für Orchester, im Juni 2022 mit Beethovens Symphonie Nr. 6 und Stuckys Silent Spring und im Juli 2023 erschien Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 und Schulhoffs Five Pieces. Die nächste, erneut von der Fachpresse gerühmte Aufnahme, erschien im Juni 2024: Bruckners 7. Sinfonie und Mason Bates Resurrexit. Die jüngsten Aufnahmen beim Label Reference Recordings wurden mit 12 GRAMMY®-Nominierungen und 3 Auszeichnungen gewürdigt. Im August veröffentlichte das PSO „Requiem: Mozart’s Death in Words and Music“, ein Originalprogramm von Manfred Honeck, das Glocken, Gesänge und Gedichte in Mozarts unvollendetem Requiem einfließen lässt.

Die Saison 2025–26 ist geprägt von Feierlichkeiten und Rückblicken. Unter anderem nimmt das PSO an America250 teil, der nationalen Feier zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten. Mit 21 amerikanischen Kompositionen, die über die gesamte Saison hinweg auf dem Programm stehen und ihren Höhepunkt in einem zweiwöchigen America250-Festival mit Weltpremieren und neuen Auftragswerken finden, festigt das Pittsburgh Symphony Orchestra weiterhin seinen Platz als eines der bedeutendsten Orchester Amerikas.

Als stolzer Vorreiter in der Musikausbildung und im gesellschaftlichen Engagement erreicht das PSO jährlich Zehntausende von SchülerIinnen durch kostenlose Schulkonzerte, Nachbarschaftskonzerte und kreative Partnerschaften im Westen von Pennsylvania. Mit seinen Initiativen „Learning & Engagement”, die in der Saison 24/25 über 30.000 SchülerIinnen erreichten, möchte das Orchester großartige Musik in jedes Leben bringen und die nächste Generation von KünstlerIinnen und Publikum fördern.

In 2021/22 feierte das Pittsburgh Symphony Orchestra das 50-jährige Bestehen Heinz Hall als Heimstätte des Orchesters. Das akustisch herausragende Zentrum für darstellende Künste liegt im Herzen der Innenstadt von Pittsburgh und ist der Eckpfeiler des Kulturbezirks der Stadt.

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Manfred Honeck

Manfred Honeck hat sich als einer der weltweit führenden Dirigenten etabliert, dessen unverwechselbare und richtungsweisenden Interpretationen international große Anerkennung erfahren. Als Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra, wo sein mehrfach verlängerter Vertrag bis zum Ende des Saison 2027/2028 läuft, geht er in seine achtzehnte Spielzeit und prägt weiterhin mit großem Engagement und Leidenschaft die künstlerische Identität des Orchesters. Unter seiner Leitung wird das Orchester sowohl in Pittsburgh als auch im Ausland gefeiert und hat sich durch zahlreiche Tourneeauftritte als kultureller Botschafter der Stadt Pittsburgh etabliert. Gemeinsame Auftritte fanden in der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York ebenso statt wie in den bedeutendsten europäischen Musikmetropolen und bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, den BBC Proms, dem Musikfest Berlin, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn und dem Grafenegg Festival. Letztes Jahr führte eine Festivaltournee durch neun europäische Städte. Die Reise begann bei den Salzburger Festpielen – wo man als einziges amerikanisches Orchester zu Gast war – und endete im Wiener Konzerthaus.

Seine erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch zahlreiche Aufnahmen für das Label Reference Recordings umfassend dokumentiert. Alle Einspielungen mit Werken von Beethoven, Brahms, Bruckner, Schostakowitsch, Strauss, Tschaikowsky und anderen erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen und wurden mehrfach für den Grammy nominiert. 2018 gewannen er und das Orchester den Grammy für »Best Orchestral Performance«. Die jüngste Aufnahme, Requiem: Mozart’s Death in Words and Music, erschien im August 2025. Bei seiner Konzeption dieser imaginären Totenmesse für Mozart, die dessen Requiem mit gregorianischem Gesang, Lesungen und weiteren seiner Werke kombiniert, ließ Manfred Honeck sich von Mozarts eigenen Gedanken über den Tod, seinem katholischen Glauben und den Wiener Traditionen des 18. Jahrhunderts inspirieren.

In Österreich geboren, absolvierte Manfred Honeck seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine langjährige Erfahrung als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters war nachhaltig prägend für seine Arbeit als Dirigent. Maßgeblich für seine Interpretationen ist die Entschlossenheit, sich tief unter die Oberfläche der Musik zu begeben. Seine Laufbahn begann er als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesse Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet, wo er 1993 den Europäischen Dirigentenpreis erhielt. Er wirkte seither als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig, als Musikalischer Leiter der Norwegischen Nationaloper, als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie sowie als Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm. Im November 2023 wurde er von den Bamberger Symphonikern, mit denen ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet, zum Ehrendirigent ernannt.

Manfred Honeck ist auch als Operndirigent gefragt. In seinen vier Spielzeiten als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart dirigierte er Premieren von Opern von Berlioz, Mozart, Poulenc, Strauss, Verdi und Wagner. Gastspiele führten ihn unter anderem an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel und zu den Salzburger Festspielen. Im Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 übernahm er die musikalische Leitung der Neuinszenierung von Fidelio (Fassung 1806) am Theater an der Wien. Sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York im Herbst 2022, eine Wiederaufnahme von Mozarts Idomeneo, wurde von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Jenseits des Dirigentenpults hat er eine Reihe von symphonischen Suiten konzipiert, die auf szenischen Werken basieren, darunter Janáčeks Jenůfa, Strauss‘ Elektra, Dvořáks Rusalka und Puccinis Turandot. Diese Arrangements, die er fast alle mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra aufgenommen hat, bringt er auch regelmäßig mit Orchestern auf der ganzen Welt zur Aufführung. Die neueste Bearbeitung, eine Symphonische Fantasie aus Strauss‘ Oper Arabella, fand 2025 ihre Premiere in Pittsburgh.

Als Gastdirigent steht Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Tonhalle- Orchester Zürich, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker. In den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist außerdem seit mehr als dreißig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

In der Saison 2025-2026 wird er Mahlers Sinfonie Nr. 2 »Auferstehung« und Bruckners Sinfonie Nr. 8 mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra aufnehmen und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten eine Vielzahl amerikanischer Orchesterwerke dirigieren. Er auch darüber hinaus stark in den USA präsent sein und zum Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic, San Francisco Symphony und zu Los Angeles Philharmonic zurückkehren. Zu Ehren des 200. Geburtstags von Johann Strauß stehen dessen Werke m Mittelpunkt vieler seiner Konzertprogramme von Stockholm bis Bamberg, darunter das Jubiläumskonzert im Wiener Musikverein im Oktober 2025 gemeinsam mit der weltberühmten Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als „Artist of the Year“ aus.

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