Kent Nagano startet ein außergewöhnliches Projekt: Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in historisch informierter Aufführungspraxis mit Concerto Köln

Concerto Köln und der international renommierte Dirigent Kent Nagano widmen sich in ihrer neuesten Zusammenarbeit einem zukunftsweisenden Vorhaben: In Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität sowie der Musikhochschule Köln widmen sie sich Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Ihr Vorhaben soll dabei der internationalen Opernszene neue Impulse für historisch informierte Annäherungen an musiktheatrale Werke des 19. Jahrhunderts geben.

Zitat Jochen Schäfsmeier (Geschäftsführer Concerto Köln): „Es ist für Concerto Köln gleichermaßen Auszeichnung wie Ansporn, das Projekt rund um Wagners ‚Ring’ zusammen mit Kent Nagano angehen und einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufführungspraxis der Musik des 19. Jahrhunderts leisten zu dürfen.“

Erstmals soll der gesamte „Ring“ aus der Perspektive der Alte-Musik-Bewegung beleuchtet werden: Die Instrumental- und Gesangsstile sowie die Bühnenpraxis aus Wagners Zeit werden über mehrere Jahre untersucht und in ein historisch informiertes Aufführungskonzept gebracht.

Zitat Kent Nagano (Gesamtleitung): „Der historischen Aufführungspraxis ist es zu verdanken, dass es heute von zahlreichen Komponisten und ihren Werken ein anderes Verständnis als noch vor 30 oder 40 Jahren gibt. Dank der historisierenden Herangehensweise haben wir heute zudem ein anderes Wissen über Instrumentarium und Spielweisen, was uns wiederum die Möglichkeit gibt, mit geänderten Interpretationsansätzen unsere Musik darzubieten. Richard Wagners ‚Der Ring des Nibelungen’ ist wahrscheinlich eine der am meisten erforschten Kompositionen, gleichwohl eine systematische Annäherung an die Tetralogie aus historisch informiertem Blickwinkel noch nicht erfolgt ist. Umso wichtiger ist es, dass man eine solche

Aufgabe angeht und nun auch im romantischen Repertoire Hörgewohnheiten in Frage stellt, die bisher unumstößlich schienen. Mit Concerto Köln verbinden mich zahlreiche Projekte und ich bin davon überzeugt, in dem Kölner Ensemble und mit der Kunststiftung NRW zwei kompetente Partner dafür gefunden zu haben, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine historisch informierte Lesart von Richard Wagners ‚Ring’ zu liefern. Gemeinsam werden wir die Musik in Konzerten erklingen lassen!“

Die gleichzeitige wissenschaftliche wie künstlerische Arbeit an solch einem Mammutprojekt bedeutet dabei einen hohen Aufwand, dessen weiteres Ziel ein aufführungspraktischer Ratgeber für die Musik und das Opernwesen des 19. Jahrhunderts sein soll. Die Ergebnisse kommen ab der Spielzeit 2020/21 in der Interpretation von Concerto Köln und Kent Nagano zur Aufführung. Sämtliche Forschungsergebnisse sollen im Open Access veröffentlicht werden.

Zitat Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Kunststiftung NRW): „Für die Kunststiftung NRW ist die Förderung in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Schon seit einigen Jahren besitzt die Unterstützung der künstlerischen Forschung eine große Relevanz innerhalb der Förderaktivitäten der Stiftung – allerdings primär bezogen auf Theater, Tanz und Literatur. Wagner-Lesarten hebt diese Förderperspektive nun in den Bereich der Musik und verbindet auf gleichsam idealtypische Weise Kunst und Forschung, indem es die komplexen Verhältnisse musiktheatraler Produktion bei Richard Wagner forschend erschließt und die Ergebnisse in künstlerische Praxis übersetzt.“

Bereits im Mai 2017 begannen die ersten Arbeiten. Der offizielle Startschuss für dieses Projekt fällt im September 2017 mit einem Symposium. Getragen wird es von der Kunststiftung NRW und den Freunden von Concerto Köln e. V. Weitere Unterstützer sind u. a. die Strecker-Stiftung und die MBL Akustikgeräte GmbH & Co. KG.

Weitere Informationen unter www.wagner-lesarten.de

 

Kent Nagano dirigiert Opera piccola an der Hamburgischen Staatsoper (April 2017)

Heute feiert die diesjährige opera piccola an der Hamburgischen Staatsoper mit dem Titel „Erzittre, feiger Bösewicht!“ Premiere unter der Leitung von Generalmusikdirektor Kent Nagano. Inszeniert wird das Musiktheater für junge Leute nach Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ von Staatsopern-Intendant Georges Delnon.

Die weiteren Aufführungen finden am 22., 23., 25., 27., 30. April sowie am 3., 6. und 7. Mai statt.

Finden Sie hier mehr Informationen zur Produktion.

Kent Nagano und das Orchestre symphonique de Montréal erhalten Opus-Preis (Februar 2017)

In diesem Jahr ging der Opus-Preis des Conseil Québécois de la musique in drei Kategorien an das Orchestre symphonique de Montréal und Kent Nagano:

Kategorie Disque de l’année – musique classique, romantique, postromantique, impressionniste:

Intégrale des concertos pour violon de Saint-Saëns, Orchestre symphonique de Montréal, Andrew Wan, violon, Kent Nagano, chef d’orchestre, ANALEKTA

Kategorie Disque de l’année – musique moderne, contemporaine:

L’Aiglon, Orchestre symphonique de Montréal, Kent Nagano, chef d’orchestre, A.-C. Gillet, M. Barrard, É. Dupuis, P. Sly, P. Charbonneau, I. Bell, T. Duncan, J.-M. Richer, H. Guilmette, M.-N. Lemieux, J. Boulianne, K. McLaren, Choeur de l’OSM, Andrew McGill, DECCA

Kategorie Production de l’année – Jeune Public:

Le Bal des enfants – L’aventure espagnole de Don Quichotte, Orchestre symphonique de Montréal, Kent Nagano, chef d’orchestre, 27 février 2016

Lesen Sie hier mehr über den Opus-Preis und die Preisträger.

Elbphilharmonie-Eröffnung in Hamburg: Sonderkonzert mit Kent Nagano (Januar 2017)

Am 13. Januar 2017 werden Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg ihr erstes Konzert in der Elbphilharmonie spielen. Für dieses besondere Ereignis hat Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano einen Kompositionsauftrag vergeben: Auf dem Programm steht Jörg Widmanns Uraufführung des Oratoriums „ARCHE“, ein großbesetztes Werk für Gesangsolisten, Orgel, Chöre und Orchester.

Das Konzert wird live ab 20 Uhr auf NDR Kultur übertragen.

Finden Sie hier mehr Informationen zum Konzert.

Kent Nagano: Konzert mit OSM auf medici.tv (Dezember 2016)

Im Oktober 2016 dirigierte Kent Nagano Konzert mit dem OSM, bei denen auch zwei Uraufführungen von José Evangelista und Robert Normandeau zu hören waren. Darüber hinaus erklangen Schumanns Cellokonzert A-Dur op. 129 sowie Richard Strauss‘ „Ein Heldenleben“.

Medici.tv hat das Konzert vom 21. Oktober mitgeschnitten. Der Stream ist hier verfügbar.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner