Daniel Ciobanu trat 2016 erstmals auf internationalen Bühnen in Erscheinung, nachdem er beim renommierten Unisa International Piano Competition in Südafrika und beim BNDES International Piano Festival in Rio de Janeiro gewonnen hatte. 2017 folgte der Gewinn des Publikumspreises und der Silbermedaille beim Arthur Rubinstein Competition in Tel Aviv. Seitdem trat er in der Carnegie Hall, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Gewandhaus Leipzig, dem Konzerthaus Berlin, der St John’s Smith Square in London, beim Enescu Festival in Bukarest auf und tourte durch Japan, China, Taiwan, Südafrika und Brasilien.
Zu den jüngsten Höhepunkten zählen seine Rückkehr zum George Enescu Festival, wo er Gershwins „Rhapsody in Blue“ mit dem Antwerp Symphony Orchestra unter der Leitung von Gabriel Bebeselea aufführte – ein Stück, das er auch bei seinem Debüt mit dem Bursa State Symphony Orchestra spielen wird, mit dem er zudem Prokofjews 1. Klavierkonzert interpretiert. Außerdem arbeitete er erneut mit Omer Meir Wellber und dem Orchester des Teatro Massimo in Palermo zusammen, wo er Gershwins „Rhapsody in Blue“ spielte, kehrte zur Bielefelder Philharmonie für Rachmaninows „Rhapsody on a Theme of Paganini“ zurück und trat mit dem Royal Philharmonic Orchestra in London und auf Tournee mit Prokofjews 3. Klavierkonzert unter der Leitung von Gemma New auf. Debüts umfassten die Belgrader Philharmonie mit ihrem Musikdirektor Gabriel Feltz sowie Solorezitals beim prestigeträchtigen Klavierfestival „Le Piano Symphonique“ der Luzerner Sinfonie und in der Eröffnungssaison der neuen Bechstein Hall in London.
2025 gründete er die Addixion Camerata, ein Ensemble aus 20 der talentiertesten jungen Streichern aus Rumäniens renommiertesten Orchestern. Die Kammermusikgruppe taucht in ein ungewöhnliches Klanguniversum ein, in dem klassischer Ausdruck durch eine mutige und zeitgenössische künstlerische Vision transformiert wird. Obwohl Ciobanu im Zentrum des Orchesters steht, agiert es ohne Dirigent, in einer flexiblen Besetzung von 12 bis 20 Musikern, die organisch zusammenarbeiten und jede Aufführung als lebendigen, spontanen Dialog gestalten.
Ciobanus markante musikalische Persönlichkeit und technische Meisterschaft führten zu Auftritten mit renommierten Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, wo er unter der Leitung von Omer Meir Wellber spielte. Frühere Höhepunkte umfassen Debüts mit dem Netherlands Philharmonic, dem Mineria Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester, der Volksoper Wien und dem Tiroler Symphonieorchester sowie Konzerte beim Enescu Festival mit den Cameristi della Scala, der Orquesta Sinfónica de Castilla y León, dem Israel Symphony Orchestra und dem BBC National Orchestra of Wales. Als Solist gab er Rezitals im Concertgebouw Amsterdam, im Brucknerhaus Linz, beim Festival Radio France Occitanie Montpellier und eine halb-szenische Aufführung von Strauss’ „Enoch Arden“ im Leipziger Gewandhaus mit Isabel Karajan.
Sein Debüt in der Royal Festival Hall gab Ciobanu bereits 2010; seitdem trat er in Sälen wie dem Münchner Gasteig, dem Salzburger Mozarteum, De Bijloke in Gent, dem Auditorium de Radio France, der Salle Cortot, der Fazioli Hall in Sacile, dem Teatro Massimo Palermo, dem Bukarester Atheneum, beim Duszniki Chopin Festival, im Teatro Municipal in Rio de Janeiro, im Bronfman Auditorium in Tel Aviv und in der Taipei National Concert Hall auf.
Ciobanus künstlerisches Schaffen geht über seine Auftritte hinaus: In der Saison 20/21 wurde er als erster „Artist in Residence“ der George Enescu Philharmonie in Bukarest für drei Spielzeiten berufen. Seine erste Residenz-Saison umfasste Konzerte unter Cristian Macelaru und Gabriel Bebeselea.
Darüber hinaus schuf Daniel Ciobanu mit dem #SharpFestival eine innovative internationale Plattform für junge Künstler. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival bietet nicht nur klassische Programme, sondern integriert auch andere Kunstformen wie Jazz, Videomapping, Malerei und Tanz.
Im September 2020 veröffentlichte er seine erste CD mit Werken von Prokofjew, Debussy, Liszt und Enescu bei dem Label Accentus. Die Aufnahme erhielt herausragende Kritiken, darunter von Deutschlandfunk: „Mit diesem Debüt-Album stellt sich Daniel Ciobanu als kluger und extrem emotionaler Künstler vor. Beim genauen Blick wird die clevere Konzeption und das genaue Nachdenken über die Stücke deutlich. Musikalisch packt der unbedingte Erzählerwille des Pianisten, dem mit diesem technischen Vermögen scheinbar nichts im Weg steht. Musik wird bei Daniel Ciobanu zum Erlebnis.“
2015 gewann er den 1. Grand Prix, den Publikumspreis und den Orchesterpreis beim Morocco Philharmonic International Piano Competition – als erster Pianist in der Geschichte des Wettbewerbs, der alle Sonderpreise gewann und einstimmig von der Jury mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde.
Ciobanu begann im Alter von neun Jahren in Piatra Neamț, Rumänien, Klavier zu lernen, zunächst bei Magdolna Cosma und Delia Balan, später bei Mihaela Spiridon und Iulian Arcadi Trofin. Er erhielt Stipendien für ein Studium in Schottland bei Graeme McNaught und anschließend bei Aaron Shorr und Petras Geniusas, das er am Royal Conservatoire of Scotland abschloss. Seine Ausbildung beendete er an der École Normale de Musique „Alfred Cortot“ in Paris bei Marian Rybicki sowie an der Universität der Künste Berlin bei Pascal Devoyon und Markus Groh.
Weitere Informationen unter danielciobanu.com