Leonidas Kavakos

Violine

Leonidas Kavakos hat sich als Geiger und Künstler von einzigartiger Qualität auf höchstem technischem Niveau und herausragender Musikalität etabliert. Aufmerksamkeit auf das große Talent des Geigers erregten seine 1. Preise beim Sibeliuswettbewerb 1985 und drei Jahre später beim Paganini- und Naumburg-Wettbewerb. Diese Erfolge führten zu zwei bedeutsamen Besonderheiten: die erste und einzige Aufnahme der Original-Version von Sibelius’ Violinkonzert (1903/04) bei BIS, für die er 1991 den Gramophone Concert Award erhielt, und die Erlaubnis, die berühmte Guarnieri del Gesú „Il Cannone“ zu spielen, die einst Paganini gehörte.

Kavakos wurde angekündigt als Gewinner des Léonie Sonning Musikpreises 2017. Dieser prestigeträchtige Preis ist die höchste musikalische Auszeichnung Dänemarks und wird jährlich an international anerkannte Komponisten, Instrumentalisten, Dirigenten oder Sänger verliehen. Frühere Preisträger waren z.B Leonard Bernstein, Benjamin Britten, Arthur Rubinstein, Yehudi Menuhin, Dmitri Shostakovich, Dietrich Fischer-Dieskau, Mstislav Rostropovich, Pierre Boulez, György Ligeti, Alfred Brendel, Daniel Barenboim und Simon Rattle.

Der Gramophone Artist of the Year 2014 arbeitet weltweit mit den herausragendsten Orchestern und Dirigenten zusammen und hat zu vielen von ihnen enge Beziehungen aufgebaut; darunter Wiener Philharmoniker (Eschenbach/Chailly), Berliner Philharmoniker (Rattle), Koninklijk Concertgebouworkest (Jansons/Gatti), London Symphony Orchestra (Gergiev/Rattle/Harding), Gewandhausorchester Leipzig (Chailly), Münchner Philharmoniker und Orchestre de Paris. Außerdem arbeitet er eng zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Budapest Festival Orchestra, Academia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestra Filarmonica della Scala und in den USA dem Philadelphia Orchestra, den New York Philharmonic, Chicago Symphony, Boston Symphony und L. A. Philharmonic.

In der Saison 2016/17 ist Leonidas Kavakos Artist-in-Residence des New York Philharmonic. Während dieser Residency gibt er sein Debut als Dirigent mit dem Orchester sowie drei Solo-Auftritte, inklusive der Uraufführung von Lera Auerbachs Violinkonzert Nr. 3 unter der Leitung von Alan Gilbert. In Deutschland ist er zu Gast bei den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Dresdner Musikfestspielen mit dem hr-Sinfonieorchester sowie den Wiener Symphonikern in Österreich und dem Tonhalle-Orchester Zürich in der Schweiz. Eine Duo-Tournee mit Yuja Wang führt ihn u.a. nach Turin, Paris, Düsseldorf, Ludwigshafen, München, Madrid, Stockholm und in die USA.

In den letzten Jahren baute sich Leonidas Kavakos ein starkes Profil als Dirigent auf. So dirigierte er schon das London Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Symphoniker und Budapest Festival Orchestra. 2016/17 dirigiert er das Gürzenich-Orchester Köln, das Finnish Radio Symphony Orchestra, Filarmonica Teatro La Fenice und das Houston Symphony.

Leonidas Kavakos‘ exklusive Zusammenarbeit mit Decca begann 2012 mit der Gesamteinspielung der Beethoven-Sonaten mit Enrico Pace am Klavier, für die er den ECHO Klassik 2013 in der Kategorie Instrumentalist des Jahres (Violine) erhielt. Dem folgten 2013 Kavakos‘ zweite Decca-CD mit dem Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly und Werken von Brahms und Bartók, und Brahms-Sonaten mit der Pianistin Yuja Wang im Jahr 2014. Anfang 2016 erschien ebenda unter dem Titel „Virtuoso“ eine Sammlung von Encores, die er zusammen mit Enrico Pace eingespielt hat. Frühere Einspielungen erschienen bei BIS, ECM und Sony Classical. Sein Mendelssohn-Violinkonzert (Sony) wurde 2009 mit einem ECHO Klassik (Konzerteinspielung des Jahres) ausgezeichnet. Ebenfalls für Sony nahm er Mozarts Violinkonzerte in der Doppelrolle als Dirigent und Solist mit der Camerata Salzburg auf.

In Athen in eine Musiker-Familie hineingeboren, wurden seine ersten geigerischen Schritte von seinen Eltern begleitet. Er studierte am Hellenic Conservatory bei Stelios Kafantaris, der neben Josef Gingold und Ferenc Rados zu seinen wichtigsten Mentoren gehört. Leonidas Kavakos betrachtet die Weitergabe von Wissen und musikalischer Tradition als große Verantwortung. So gibt er seit 2012 jährlich in Athen eine Meisterklasse für Violine und Kammermusik, die Musiker aus der ganzen Welt anzieht.

Kavakos spielt die „Abergavenny“ Stradivarius von 1724 und Bögen aus den Häusern F. X. Tourte, D. Pecatte, P. M. Persois und J. Henry. Außerdem befinden sich moderne Violinen aus der Werkstatt von F. Leonhard, S.P. Greiner, E. Haahti und D. Bagué in seinem Besitz.

Leonidas Kavakos‘ Homepage: www.leonidaskavakos.com. Seine Biographie hier als PDF herunterladen.