Pittsburgh Symphony Orchestra
Seit mehr als 115 Jahren ist das Pittsburgh Symphony Orchestra ein essentieller Bestandteil des kulturellen Lebens Pittsburghs und pflegt enge Verbindungen zu der Region und ihren Bürgern. Das hohe künstlerische Niveau des PSO ist nicht zuletzt in seiner langen Geschichte begründet, die einige der weltbesten Dirigenten und Musiker aufweist. Seit Herbst 2008 führt Manfred Honeck diese Tradition als Music Director des PSO weiter.
Im Oktober/November 2012 ist das Pittsburgh Symphony Orchestra erneut in Europa zu Gast. Die diesjährige Tournee führt das Orchester nach Köln, Frankfurt und Stuttgart sowie Madrid, Barcelona, Paris und Luxemburg. Im Mittelpunkt der Tournee steht eine Residenz beim Wiener Musikverein mit vier Konzerten. Auf der Tournee begleitet wird das Orchester von Geiger Nikolaj Znaider und Pianist Rudolf Buchbinder.
Die Liste international renommierter Dirigenten, die das PSO geleitet haben, wird von Victor Herbert angeführt, Music Director von 1898 bis 1904, der die anfängliche Entwicklung des PSO stark beeinflusste. Davor leitete Frederic Archer (1896-1899) als erster Dirigent das PSO. Entscheidend für die Etablierung des Orchesters als amerikanische Institution war Maestro Otto Klemperer in den späten 1930er Jahren. Vor Klemperer leiteten Emil Paur (1904-1910), Elias Breeskin (1926-1930) und Antonio Modarelli (1930-1937) das Orchester. Von 1938 bis 1948 begann ein neuer Abschnitt für das Orchester, als sie ihre erste internationale Tournee begannen und ihre erste kommerzielle Aufnahme unter der Leitung von Fritz Reiner machten.
Das hohe künstlerische Niveau des PSO wurde mit der langen Amtszeit von William Steinberg als Music Director (1952-1976) noch gesteigert. André Previn (1976-1984) führte das Orchester zu neuer Größe mit verschiedenen Tourneen, Aufnahmen und Fernsehübertragungen, wie zum Beispiel die PBS Serie „Previn and the Pittsburgh“. Lorin Maazel begann 1984 als Music Consultant beim PSO, anschließend leitete er das Orchester von 1988-1996 als Music Director und formte das PSO zu einem der besten Orchester der Welt. Mariss Jansons (1997-2004) trieb die künstlerische Qualität des Orchesters weiter voran. Im Anschluss gründete das PSO ein innovatives Leitungsmodell mit Artistic Advisor Sir Andrew Davis, dem Principal Guest Conductor Yan Pascal Tortelier und dem Endowed Guest Conductor Chair Marek Janowski. Diese drei Dirigenten übernahmen die Führung des Orchesters bis Januar 2007, als das PSO sich für Honeck als Dirigenten ab der Saison 2008-2009 entschied.
Das PSO weist eine lange Geschichte an Tourneen auf, die es seit dem frühen 20. Jahrhundert im In- und Ausland als Weltklasse-Orchester auszeichnet. Von über 34 internationalen Tourneen führten 18 Tourneen das Orchester nach Europa, 8 Tourneen nach Fern-Ost und 2 Tourneen nach Südamerika. Auf der Tournee nach Fern-Ost im Jahr 2002 spielte das Orchester zum ersten Mal in Kuala Lumpur und Australien. Im Januar 2004 spielte das PSO als erstes amerikanisches Orchester für Papst Johannes Paul II. im Vatikan. Im Mai 2009 führte das PSO eine Tournee nach Asien mit Debutauftritten in Shanghai, China und Kaohsiung, Taiwan, nachdem das Orchester bereits 1987 erstmalig in Beijing, China aufgetreten war. In Europa feierte das Orchester im September 2009 Erfolge beim Beethovenfest Bonn, in der Philharmonie Essen sowie bei den Abschlusskonzerten des Lucerne Festivals. Ermöglicht werden die internationalen Tourneen durch die Hillman Endowment for International Performances.
Seit 2006 arbeitet das PSO mit der Allegheny Conference on Community Development und seinem Marketingunternehmen, der Pittsburgh Regional Alliance, zusammen, um internationale Tourneen dafür zu nutzen, wirtschaftliche Kontakte zu anderen Ländern herzustellen. Diese Partnerschaft, die einzigartig unter den amerikanischen Orchestern ist, hat zahlreiche Investitionen in der Region Pittsburgh ergeben.
Das Orchester verfügt auch in den USA über eine reiche Geschichte an Tourneen, welche das PSO über die Jahre hinweg in alle bedeutenden Städten und Musikzentren Amerikas, wie der Carnegie Hall in New York und dem Kennedy Center in Washington führten.
Die zahlreichen CD-Aufnahmen und Hörfunkübertragungen des PSO reichen weit in die Geschichte des Orchesters zurück und genießen hohes Ansehen. Bereits 1936 wurde das PSO von Küste zu Küste ausgestrahlt und erhielt erhöhte nationale Aufmerksamkeit durch eine Reihe an Rundfunkübertragungen, die von WQED-FM 89.3 in Pittsburgh produziert wurden.
Beginnend mit der ersten kommerziellen Aufnahme im Jahr 1941, folgten mehrere von Kritikern gelobte Aufnahmen des PSO. Die Aufnahmen des PSO sind bei PentaTone, EMI, Angel, CBS, Philips, MCA, New World, Nonesuch, Sony Classical und Telarc labels erschienen. Die mit Werken von Tschaikowsky und Prokofjew bei Sony Classical erschienene CD mit Lorin Maazel und Cellist Yo-Yo Ma gewann 1992 einen Grammy Award. Die CD Cinema Serenade mit Filmmusik, dirigiert von John Williams und mit dem Geiger Itzhak Perlman, war Nr. 1 der Billboard Crossover Charts. Beim japanischen Label Exton hat das Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung Manfred Honeck bisher Mahlers Symphonien Nr. 1, 3, 4 und 5, Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 sowie das Heldenleben von Richard Strauss eingespielt. Für ihre Aufnahme von Mahlers Symphonie Nr. 4 erhalten das PSO und Manfred Honeck einen ICMA 2012 Award.
Die Biographie des Pittsburgh Symphony Orchestra können Sie hier als PDF herunterladen.
Manfred Honeck
Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Erfahrungen, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sowie als Leiter des "Jeunesses Musicales" Orchesters Wien sammeln konnte, prägen heute seine Arbeit als Dirigent.
Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Nach einer ersten Verlängerung im Jahr 2009 wurde sein Vertrag im Februar 2012 ein weiteres Mal, nun bis zum Ende der Saison 2019/2020, verlängert. Seine erfolgreiche Konzerttätigkeit in Pittsburgh wird vom audiophilen japanischen Label Exton auf CD dokumentiert. Bislang erschienen Mahlers Symphonien Nr. 1, 3, 4 und 5, Tschaikowskys Symphonie Nr. 5 sowie das Heldenleben von Richard Strauss. Die Einspielung von Mahlers Vierter Symphonie wurde 2012 mit dem renommierten International Classical Music Award ausgezeichnet.
Regelmäßig präsentiert Manfred Honeck sich gemeinsam mit seinem Orchester auch dem europäischen Publikum. Nach umjubelten Konzerten im Jahr 2010 in zahlreichen europäischen Musikmetropolen führte eine weitere Reise im August und September 2011 zu den großen Musikfestivals Europas. Zu den Gastgebern zählten unter anderem das Rheingau Musik Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Musikfest Berlin, Grafenegg Festival, Lucerne Festival und die Londoner Proms. Im Herbst 2012 werden Konzerte in Barcelona, Madrid, Paris, Luxemburg sowie in Köln, Frankfurt und Stuttgart stattfinden. Im Zentrum dieser Tournee steht eine einwöchige Residenz im Wiener Musikverein.
Von 2007 bis 2011 war Manfred Honeck Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Diaglogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen.
Manfred Honeck begann seine Laufbahn als Assistent von Claudio Abbado in Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch nach einer außerordentlich erfolgreichen Europa-Tournee für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag; diese Position wird er von 2013 bis 2016 erneut übernehmen.
Im Laufe seiner umfangreichen Konzerttätigkeit dirigierte Manfred Honeck führende internationale Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, Royal Concertgebouw Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Orchestre de Paris, sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, National Symphony Orchestra Washington, Chicago Symphony Orchestra und Boston Symphony Orchestra. Er ist darüber hinaus regelmäßig zu Gast beim Verbier Festival. In der Saison 2011/2012 setzt er seine regelmäßige Dirigiertätigkeit in Stockholm und Prag fort und wird auch am Pult zahlreicher weiterer namhafter Orchester stehen, darunter die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, Accademia di Santa Cecilia Rom, New York Philharmonic und The Cleveland Orchestra. Erstmals wird er am Pult der Berliner Philharmoniker zu erleben sein.
Im Mai 2010 wurde Manfred Honeck vom St. Vincent College in Latrobe, Pennsylvania, zum Ehrendoktor ernannt. Er ist darüber hinaus seit mehr als fünfzehn Jahren künstlerischer Leiter der "Internationalen Wolfegger Konzerte".
Die Biographie von Manfred Honeck könnnen Sie hier als PDF herunterladen.