Dirigent
Pablo Heras-Casados facettenreiche Dirigententätigkeit zeugt von ungewöhnlicher Tiefe und Vielfalt: Sein breit gefächertes Repertoire – von der Renaissance bis zu zeitgenössischen Kompositionen, von der Kammermusik bis zur großen Opernliteratur – ist bemerkenswert.
Im Dezember 2011 wurde Pablo Heras-Casado zum Principal Conductor des Orchestra of St. Luke’s ernannt. Das auf vier Jahre angelegte Engagement umfasst regelmäßige Konzerte an der Carnegie Hall, New York. Pablo Heras-Casado hat bereits mit international renommierten Orchestern zusammengearbeitet, darunter die Berliner Philharmoniker, das BBC Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das NHK Symphony Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Staatskapelle Dresden. Mit Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, dem San Francisco Symphony, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Mostly Mozart Festival New York blickt er bereits auf eine langjährige Zusammenarbeit als regelmäßig wiederkehrender Gastdirigent zurück.
Im Dezember 2011 erhielt Pablo Heras-Casado die Medalla de Honor der Rodriguez Acosta Foundation. Der Preis, der in der Vergangenheit unter anderem auch an Manuel de Falla und Andrés Segovia verliehen wurde, wird im Frühjahr 2012 überreicht. Seine Heimatstadt Granada ehrt ihn mit der Golden Medal, die ihm im Februar 2013 übergeben wird.
Im Sommer 2011 gab Heras-Casado seine Debüts beim Boston Symphony Orchestra in Tanglewood, beim Houston Symphony und beim Orchestra of St Luke's in Caramoor und kehrte zurück zum Mostly Mozart New York sowie zur Canadian Opera Company mit Glucks „Iphigénie en Tauride“. In der Saison 2011/12 ist er außerdem erstmalig beim Festspielhaus Baden-Baden mit Donizettis „L'elisir d'amore“ und beim Orchester des Mariinsky Theaters zu Gast. Weitere Höhepunkte sind sein Debüt beim Ensemble Intercontemporain, bei den Salzburger Festspielen mit dem Klangforum Wien, beim Mahler Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, dem NDR Sinfonieorchester, dem Rotterdam Philharmonic, dem Göteborgs Symfoniker und dem Netherlands Radio Philharmonic. Auftakt der Zusammenarbeit mit dem Freiburger Barockorchester ist eine Tournee im März 2012 mit Konzerten in Lissabon, St. Pölten, Freiburg, Stuttgart und Berlin. Für die Zukunft sind Gastdirigate beim Royal Concertgebouw Orchestra sowie Konzerte bei der Lucerne Festival Academy 2012 geplant. Sein Debut an der New Yorker Metropolitan Opera steht für 2013 an.
Als Operndirigent war er in den vergangenen Jahren u. a. an der English National Opera mit Donizettis „L’elisir d’amore“, an der Welsh National Opera mit Verdis „Rigoletto“, am Teatro Real de Madrid mit Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ und an der Canadian Opera Company mit John Adams „Nixon in China“ zu erleben. Für die „herausragende musikalische Leitung“ von „Nixon in China“ wurde Pablo Heras-Casado für einen Dora Mavor Moore Awards der Toronto Alliance for the Performing Arts (TAPA) nominiert. Im Mai 2011 dirigierte er die Uraufführung von Toshio Hosokawas Oper „Matsukaze“ am Téâtre de la Monnaie in Brüssel, in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz & Guests und dem Vocalconsort Berlin. Die Produktion war danach auch in Warschau, Luxemburg und an der Staatsoper Berlin zu Gast. Pablo Heras-Casado hat bereits mit Regisseuren wie Robert Carsen, Jonathan Miller, Rolando Villazón und La Fura dels Baus zusammengearbeitet.
In den vergangenen Spielzeiten arbeitete Pablo Heras-Casado auch mit Orchestern wie den Chicago, Cincinatti und City of Birmingham Symphony Orchestras, International Contemporary Ensemble, The Cleveland Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, St Paul Chamber Orchestra und Ensemble Orchestral de Paris.
Von seinem ausgeprägten Interesse an zeitgenössischer Musik zeugt die Zusammenarbeit mit dem Ensemble ACJW an der Carnegie Hall, dem Ensemble Modern in Frankfurt, dem Klangforum Wien und dem Collegium Novum Zürich. Für die gefeierte Aufführung von Stockhausens Gruppen gewann er 2007 den Dirigentenwettbewerb des Lucerne Festivals unter dem Vorsitz von Pierre Boulez und Peter Eötvös.
Mit seinem Heimatensemble Compañía Teatro del Príncipe in Aranjuez sind bei Musica Antigua Aranjuez Ediciones die Weltersteinspielung von Castels „La Fontana del Placer“ und Boccherinis „La Clementina“ erschienen. Eine DVD- mit Schuberts Symphonie „Die Unvollendete“ mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France wurde im November 2011 bei Naïve veröffentlicht. Eine CD mit Giuseppe Bonnos „L’isola disabitata“ mit der Compañía Teatro del Príncipe wird demnächst erscheinen. In diesem Jahr beginnt Pablo Heras-Casado eine Partnerschaft mit Harmonia Mundi, die diverse Projekte mit dem Freiburger Barockorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks umfasst.
Weitere Informationen finden Sie auf Pablo Heras-Casados Homepage: www.pabloherascasado.com.
Sie können die Biographie hier als pdf herunterladen.