Mari Kodama

Klavier

Mari Kodamas äußerst differenzierte, zugleich natürliche Musikalität und ihre einzigarte Fähigkeit, klangliche Ausdrucksstärke mit einer klaren Form zu verbinden, haben sie zu einer der international führenden Pianistinnen gemacht. Sie ist eine maßstabsetzende Beethoven-Interpretin und wird beständig für ihre Virtuosität in einem breiten Spektrum an Repertoire gelobt, das sowohl Orchester- als auch Kammermusik- und Solowerke von Komponisten aller Epochen umfasst.

In der Saison 2018/19 hebt Mari Kodama ihre Beherrschung eines solch vielfältigen Repertoires mit verschiedenen internationalen Konzertauftritten erneut hervor: Im Herbst präsentiert sie John Adams‘ Hallelujah Junction für zwei Klaviere beim Festival Éclats in La Scala Paris, gemeinsam mit ihrer Schwester Momo Kodama, und Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 mit dem Orchestre La Sinfonia de Lanaudière und Stéphane Laforest in Kanada. Gegen Ende des Jahres ist sie mit ihrer Schwester Momo Kodama auf Duo-Rezital-Tournee in Japan, woran sich im Januar 2019 zwei Duo-Programme mit Werken von Adams, Eötvös, Strawinsky, Ravel, Debussy und Bizet in Erlangen und Halle anschließen. Im Frühjahr reist sie außerdem mit ihrer Schwester Momo Kodama nach Györ in Ungarn, wo sie Mozarts Konzert für zwei Klaviere und einen Duo-Abend spielen, sowie zur Schubertiade in Hohenems für ein poetisch-musikalisches Projekt mit der Dichterin Ulla Hahn. Gegen Ende der Saison führt Mari Kodama Schönbergs Klavierkonzert mit dem SWR Symphonieorchester und  Kent Nagano  in Stuttgart und Freiburg auf.

Das Klavierwerk Ludwig van Beethovens bildet einen Schwerpunkt in Mari Kodamas Diskographie und ihre Interpretationen sind maßstabssetzend. Sie ist eine der wenigen Pianistinnen, die alle seine 32 Klaviersonaten für CD eingespielt hat. Die 2014 bei Pentatone erschienene Box mit sämtlichen CDs – ein Projekt, das über 11 Jahre andauerte – wurde von der Kritik hervorragend  aufgenommen. Eine Box mit sämtlichen Klavierkonzerten Beethovens wie auch dem Tripelkonzert gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano hat das Label Berlin Classics veröffentlicht, ebenfalls im Herbst 2014.

Mit dem Label Pentatone verbindet Mari Kodama eine langjährige Zusammenarbeit. 2018 brachte es ihre jüngste CD heraus: Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester, gemeinsam mit Momo Kodama und dem Orchestre Philharmonique de Marseille unter Lawrence Foster. Davor erschienen zuletzt 2017 Noches en los jardines de España von Manuel de Falla, eingespielt mit dem Orchestra de la Suisse Romande unter Kazuki Yamada und 2016 Arrangements für zwei Klaviere von Tschaikowskis beliebten Balletten Der Nussknacker (Arr. Anton Arenski – Erstaufnahme), Dornröschen (Arr. Sergei Rachmaninow) und Schwanensee (Arr. Eduard Leontyevich Langer, Claude Debussy) mit Momo Kodama. Weiterhin enthält Mari Kodamas Diskographie Klavierkonzerte von Chopin und Loewe mit dem Russischen Nationalorchester (Pentatone) und Prokofjews Klavierkonzerte Nr. 1 und 3 sowie seine Klaviersonate Nr. 7 mit dem Philharmonia Orchestra (ASV).

Seit ihrem New Yorker Rezital-Debüt in der Carnegie Hall 1995 spielt Mari Kodama mit den führenden Orchestern und Dirigenten in den maßgeblichen Konzerthäusern dieser Welt. So spielte sie etwa mit  den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Sinfonieorchester, dem Londoner Philharmonia Orchstra, dem Los Angeles Philharmonic, dem American Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal oder dem Philharmonia Baroque Orchestra. In ihrer Heimat Japan spielte sie u.a. mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokyo sowie den Symphonieorchestern von Kyoto, Horishima und Osaka.

Durch ihre Konzertaktivität bringt Mari Kodama immer wieder Raritäten der Klaviermusik weltweit zu Gehör. Sie spielte etwa Stenhammers Klavierkonzert Nr. 2 in Göteborg und New York und hat mit Viviane Hagner zusammen Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Violine aufgeführt, sowohl mit Jyväskylä Sinfonia als auch mit dem DSO. Daneben hat sie 2013 gemeinsam mit Momo Kodama Jean-Pascal Beinthus’ Doppelkonzert für Klavier mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo uraufgeführt sowie die kanadischen Erstaufführungen von Jörg Widmanns Stücken Valse Bavaroise und Humoresken beim Ordorf Festival 2010 gespielt.

Neben zeitgenössischer Musik spielt Mari Kodama auch Konzerte auf historischen Instrumenten, so etwa Beethoven-Sonaten in den historisch informierten Reihen des Philharmonia Baroque Orchestra in San Francisco und des Beethovenfests Bonn. Rezitale führten sie zudem durch Europa – Deutschland, die Niederlande, Spanien, Österreich und Frankreich – und nach Japan, Mexico, Kanada und in die USA. Sie tritt oft gemeinsam mit ihrer Schwester Momo Kodama, ihrer Tochter Karin Kei Nagano und ihrem Ehemann Kent Nagano auf.

Festivals, auf denen Mari Kodama spielte, umfassen u.a. die Salzburger Festspiele, das Verbier Festival, das Festival International de Piano La Roque d’Antheron, das Aldeburgh Festival of Music, Mostly Mozart in New York, das Schleswig-Holstein Musik Festival, den Kissinger Sommer und regelmäßige Auftritte beim Les Folles Journées Festival in Nantes und Japan.

Neben ihren Auftritten übernimmt Mari Kodama auch die Rolle als künstlerische Leiterin von Musikfestivals: Sie war Mitbegründerin und Leiterin des Kammermusik-Festivals „Music Days at Forest Hill“ in San Francisco, einer Konzertreihe, die sie zusammen mit ihrem Mann Kent Nagano ins Leben gerufen hat, und leitete die Kammermusikreihe des Orford Music Festivals. 2018 übernahm sie die künstlerische Leitung des Festivals „Tra Luce & Sogno“ in Postignano, Italien, für das sie Künstler gewinnen konnte wie z.B. Christian Gerhaher, Matt Haimowitz oder Gerold Huber.

In der Saison 2017/18 bekam Mari Kodama weltweit anerkennendes Lob für ihre Auftritte. Highlights waren u.a. Mozarts Konzert für zwei Klaviere, gemeinsam mit ihrer Schwester Momo Kodama und den Düsseldorfer Symphonikern unter Michiyoshi Inoue, Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit dem Nagoya Philharmonic Orchestra und ebenfalls  Michiyoshi Inoue, Carl Loewes Klavierkonzert Nr. 2 mit dem Sinfonieorchester der Philharmonie in Szczecin unter David Coleman, zwei Konzerte auf Einladung Vadim Repins beim Trans-Siberian Art Festival, ein Duo-Rezital mit ihrer Schwester Momo in Amsterdam im Muziekgebouw, wo sie ein Werk des jungen französischen Komponisten Rodolphe Bruneau-Boulmier zur Uraufführung brachten, und der Abschluss ihres im Sommer 2016 begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus in Osaka, Nagoya und Tokyo, ein Format, das schon zuvor in den USA und in Japan besonders erfolgreich war.

Neben ihrer Konzerttätigkeit war Mari Kodama 2017/18 Mitglied in der Jury des Internationalen Wettbewerbs der Paris Play/Direct Academy des Orchestre de Chambre de Paris sowie der Jury der Busoni International Piano Competition, der sie auch vorsaß. Zudem war sie Mitglied der Jury des letzten Van Cliburn Wettbewerbs.

Mari Kodama wurde in Osaka geboren und wuchs in Düsseldorf und Paris auf. Am Conservatoire National in Paris studierte sie bei Germaine Mounier und mit Geneviève Joy-Dutilleux Kammermusik. Zudem arbeitete sie mit Tatiana Nikolaeva und Alfred Brendel zusammen. Mari Kodama ist ein Steinway Artist.

Weitere Informationen finden Sie auf Mari Kodamas Website: www.marikodama.com

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