Mari Kodama

Klavier

Mari Kodamas äußerst differenzierte, zugleich natürliche Musikalität und ihre einzigarte Fähigkeit, klangliche Ausdrucksstärke mit einer klaren Form zu verbinden, haben sie zu einer der international führenden Pianistinnen gemacht. Sie ist eine maßstabsetzende Beethoven-Interpretin und wird beständig für ihre Virtuosität in einem breiten Spektrum an Repertoire gelobt, das sowohl Orchester- als auch Kammermusik- und Solowerke von Komponisten aller Epochen umfasst.

In der Saison 2017/18 hebt Mari Kodama ihre Beherrschung eines solch vielfältigen Repertoires mit verschiedenen internationalen Konzertauftritten erneut hervor: Im Herbst präsentiert sie Mozarts Konzert für zwei Klaviere, gemeinsam mit ihrer Schwester Momo Kodama und den Düsseldorfer Symphonikern unter Michiyoshi Inoue. Mit letzterem und dem Nagoya Philharmonic Orchestra spielt sie zudem Beethovens Klavierkonzert Nr. 5. Außerdem ist sie beim Sinfonieorchester der Philharmonie in Szczecin unter David Coleman mit Carl Loewes Klavierkonzert Nr. 2 zu Gast. Mari Kodama setzt ihre Reihe an Konzertauftritten 2018 mit dem Orchestre Symphonique de Sherbrooke unter Stephane Laforest mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 fort. Im Frühjahr reist sie zudem auf Einladung von Vadim Repin hin nach Novosibirsk zum Trans-Siberian Art Festival, sowie in die Niederlande, wo sie in Amsterdam wieder gemeinsam mit Momo Kodama in einem Duo-Rezital zu hören ist. Gegen Ende der Saison treten die beiden noch gemeinsam in Elmau auf und Mari Kodama schließt in Japan ihren im Sommer 2016 begonnenen Beethoven-Sonaten-Zyklus in Osaka, Nagoya und Tokyo mit den letzten drei Sonaten ab – ein Format, das schon zuvor in den USA und in Japan besonders erfolgreich war.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Mari Kodama 2017/18 zudem Mitglied in der Jury des Internationalen Wettbewerbs der Paris Play/Direct Academy des Orchestre de Chambre de Paris sowie der Jury der Busoni International Piano Competition, der sie auch vorsitzt.

Das Klavierwerk Ludwig van Beethovens bildet einen Schwerpunkt in Mari Kodamas Diskographie und ihre Interpretationen waren maßstabssetzend. Sie ist eine der wenigen Pianistinnen, die alle seine 32 Klaviersonaten für CD eingespielt hat. Die 2014 bei Pentatone erschienene Box mit sämtlichen CDs – ein Projekt, das über 11 Jahre andauerte – wurde von der Kritik hervorragend  aufgenommen. Eine Box mit sämtlichen Klavierkonzerten Beethovens wie auch dem Tripelkonzert gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano hat das Label Berlin Classics veröffentlicht, ebenfalls im Herbst 2014.

Mit dem Label Pentatone verbindet Mari Kodama eine langjährige Zusammenarbeit. 2018 bringt es ihre nächste CD heraus: Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester, gemeinsam mit Momo Kodama und dem Orchestre Philharmonique de Marseille unter Lawrence Foster. In der Saison 2016/17 hat Pentatone Mari Kodamas jüngsten CDs veröffentlicht: Noches en los jardines de España von Manuel de Falla, eingespielt mit dem Orchestra de la Suisse Romande unter Kazuki Yamada und Arrangements für zwei Klaviere von Tschaikowskis beliebten Balletten Der Nussknacker (Arr. Anton Arenski – Erstaufnahme), Dornröschen (Arr. Sergei Rachmaninow) und Schwanensee (Arr. Eduard Leontyevich Langer, Claude Debussy) mit Momo Kodama. Weiterhin enthält Mari Kodamas Diskographie Klavierkonzerte von Chopin und Loewe mit dem Russischen Nationalorchester (Pentatone) und Prokofjews Klavierkonzerte Nr. 1 und 3 sowie seine Klaviersonate Nr. 7 mit dem Philharmonia Orchestra (ASV).

Seit ihrem New Yorker Rezital-Debüt in der Carnegie Hall 1995 spielt Mari Kodama mit den führenden Orchestern und Dirigenten in den maßgeblichen Konzerthäusern dieser Welt. So spielte sie etwa mit  den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra (LPO), den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO), dem NDR Sinfonieorchester, dem Londoner Philharmonia Orchstra, dem Los Angeles Philharmonic, dem American Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra, dem Orchestre symphonique de Montréal und dem Philharmonia Baroque Orchestra. In ihrer Heimat Japan spielte sie mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokyo sowie den Symphonieorchestern von Kyoto, Horishima und Osaka.

Durch ihre Konzertaktivität bringt Mari Kodama immer wieder Raritäten der Klaviermusik weltweit zu Gehör. So spielte sie etwa Stenhammers Klavierkonzert Nr. 2 in Göteborg und New York und hat mit Viviane Hagner zusammen Alban Bergs Kammerkonzert für Klavier und Violine aufgeführt, sowohl mit Jyväskylä Sinfonia als auch mit dem DSO. Daneben hat sie 2013 gemeinsam mit Momo Kodama Jean-Pascal Beinthus’ Doppelkonzert für Klavier mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo uraufgeführt sowie die kanadischen Erstaufführungen von Jörg Widmanns Stücken Valse Bavaroise und Humoresken beim Ordorf Festival 2010 gespielt.

Neben zeitgenössischer Musik spielt Mari Kodama auch Konzerte auf historischen Instrumenten, so etwa Beethoven-Sonaten in den historisch informierten Reihen des Philharmonia Baroque Orchestra in San Francisco und des Beethovenfests Bonn. Rezitale führten sie zudem durch Europa – Deutschland, die Niederlande, Spanien, Österreich und Frankreich – und nach Japan, Mexico, Kanada und in die USA. Sie tritt oft gemeinsam mit ihrer Schwester Momo Kodama, ihrer Tochter Karin Kei Nagano und ihrem Ehemann Kent Nagano auf.

Festivals, auf denen Mari Kodama spielte, umfassen u.a. die Salzburger Festspiele, das Verbier Festival, das Festival International de Piano La Roque d’Antheron, das Aldeburgh Festival of Music, Mostly Mozart in New York, das Schleswig-Holstein Musik Festival, den Kissinger Sommer und regelmäßige Auftritte beim Les Folles Journées Festival in Nantes und Japan.

Neben ihren Auftritten übernimmt Mari Kodama auch die Rolle als künstlerische Leiterin von Musikfestivals: Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des Kammermusik-Festivals Music Days at Forest Hill in San Francisco, einer Konzertreihe, die sie zusammen mit ihrem Mann Kent Nagano ins Leben gerufen hat, und leitete die Kammermusikreihe des Orford Music Festivals.

In der Saison 2016/17 bekam Mari Kodama weltweit anerkennendes Lob für ihre Auftritte. Highlights waren u.a. Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 beim Vorsprung Festival der AUDI-Sommerkonzerte in Ingolstadt, Arnold Schönbergs Klavierkonzert mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter Ryusuke Numajiri und Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester gemeinsam mit Momo Kodama und der NDR-Radiophilharmonie Hannover unter Lawrence Foster. Mari Kodama und ihre Schwester spielten außerdem Werke von Poulenc und Saint-Saëns mit dem Osaka Century Orchestra. In Japan war sie zudem auf einer Duo-Tournee mit dem Cellisten Danjulo Ishizaka. Zum Abschluss der Saison 2016/17 war Mari Kodama Mitglied der Jury des diesjährigen Van Cliburn Wettbewerbs.

Mari Kodama wurde in Osaka geboren und wuchs in Düsseldorf und Paris auf. Am Conservatoire National in Paris studierte sie bei Germaine Mounier und mit Geneviève Joy-Dutilleux Kammermusik. Zudem arbeitete sie mit Tatiana Nikolaeva und Alfred Brendel zusammen. Mari Kodama ist ein Steinway Artist.

Weitere Informationen finden Sie auf Mari Kodamas Website: www.marikodama.com