Mari Kodama

Klavier

Die Pianistin Mari Kodama hat sich durch ihr musikalisches Feingefühl und ihre herausragende Virtuosität am Klavier international einen Namen gemacht. Bei Auftritten in ganz Europa, den USA und Japan hat sie in unterschiedlichsten Programmen immer wieder ihren ganz persönlichen, einzigartigen Stil unter Beweis gestellt. In der Saison 2016/17 ist sie u.a. zu hören in Hannover mit Martinus Konzert für zwei Klaviere und Orchester, gemeinsam mit der NDR-Radiophilharmonie Hannover unter Lawrence Foster und ihrer Schwester Momo Kodama, in Lübeck mit Schönbergs Klavierkonzert und dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter Ryusuke Numajiri und in Osaka mit Werken von Poulenc und Saint-Saens und dem Osaka Century Orchestra und Momo Kodama. Daneben spielt sie Kammermusik in Mainz und Japan und ist Jurymitglied der Van Cliburn Competition. 2015/16 war sie u. a. Gast der St. Petersburger Philharmoniker, des Orchestre Philharmonique de Marseille, des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und der Neubrandenburger Philharmonie.

Höhepunkte ihrer bisherigen Konzerttätigkeit waren Auftritte beim Gulbenkian Orchestra in Lissabon, Gastauftritte in Montréal, Singapur, Berlin, Osnabrück und Baden-Baden sowie ihre Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik Festival mit einem Bach/Takemitsu-Programm. Mit Jonathan Nott und den Bamberger Symphonikern spielte sie 2004 Schönbergs Klavierkonzert – dieses Werk spielte sie u. a. bereits mit dem American Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern. In Japan ist Mari Kodama regelmäßiger Gast beim Tokyo Metropolitan Orchestra und beim Yomiuri Nippon Orchestra Tokio. In Los Angeles spielte sie einen äußerst erfolgreichen Beethoven-Sonaten-Zyklus, Rezitale gab sie außerdem in Japan, Spanien und Deutschland sowie in den USA. Die Los Angeles Times nannte ihre Interpretation von Prokofieffs 3. Klavierkonzert beim San Luis Obispo Mozart Festival „imposant und elektrisierend“. Mit dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo unter Kent Nagano spielte Mari Kodama 2013 die Uraufführung von Jean-Pascal Beintus‘ Doppelkonzert « Cinéma Rhapsodie ».

Mari Kodama ist Mitbegründerin des Kammermusik-Festivals Music Days at Forest Hill in San Francisco, eine Konzertreihe, die sie zusammen mit ihrem Mann Kent Nagano ins Leben gerufen hat. Im Juli 2006 wurden ihre eigenen sowie die Festival-Auftritte von Momo Kodama, Bariton Dietrich Henschel und die des Komponisten und Pianisten Ichiro Nodaïra bejubelt, und in den Jahren zuvor hatte sie befreundete Künstler u. a. aus den Reihen der Wiener und Berliner Philharmoniker und dem Orchestre de Paris zu Kammermusik-Konzerten eingeladen. Mari Kodamas Repertoire reicht von Bach, Messiaen und Schönberg zu Schumann und Schubert, aber auch neuerer Musik. So spielte sie beispielsweise beim kanadischen Orford Festival im Sommer 2010 die Uraufführung von Jörg Widmanns „Valse Bavaroise“ und die kanadische Erstaufführung seiner „Humoresken“. Bereits 1995 gab Mari Kodama ihr New Yorker Rezital-Debüt in der Carnegie Hall. Gastauftritte bei renommierten Festivals der USA umfassen unter anderem das Mostly Mozart, das Bard Music Festival, die Hollywood Bowl, Kaliforniens Midsummer Mozart Festival sowie das Ravinia und das Aspen Festival. Außerhalb der USA war sie u. a. bei Festivals in Lockenhaus, Lyon, Montpellier, Salzburg, Aix-en-Provence, Aldeburgh, Verbier und Évian zu hören. Sie spielte bereits mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic und dem Philharmonia Orchestra, dem Hallé Orchestra, dem NDR-Sinfonieorchester, dem Los Angeles Philharmonic, dem American Symphony Orchestra, und dem NHK Orchestra in Japan.

Im November 2016 erschien Mari Kodamas neueste CD bei Pentatone: Zum ersten Mal im Duo mit ihrer Schwester spielte sie virtuose Arrangements für zwei Klaviere von Tschaikowskis beliebten Balletten Der Nussknacker (Anton Arenski – Erstaufnahme), Dornröschen (Sergei Rachmaninow) und Schwanensee (Eduard Leontyevich Langer, Claude Debussy) ein. Im Herbst 2014 veröffentlichte das Label Pentatone eine Box mit allen 32 Klaviersonaten. Schon die ersten, einzeln erschienenen Aufnahmen des Zyklus wurden von der Presse hervorragend aufgenommen: Ihre „Appassionata“ sei „noch feuriger als die Pollinis“. Eine Box mit sämtlichen Klavierkonzerten Beethovens wie auch dem Tripelkonzert veröffentlichte Edel ebenfalls im Herbst 2014 mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Kent Nagano. Ebenfalls bei Pentatone erschienen ist ihre Einspielung der zweiten Klavierkonzerte von Chopin und Loewe mit dem Russischen Nationalorchester und Kent Nagano.

Mari Kodama wurde in Osaka geboren und wuchs in Düsseldorf und Paris auf. Sie studierte bei Germaine Mounier und Kammermusik mit Geneviève Joy-Dutilleux, zudem arbeitete sie mit Tatiana Nikolaeva und Alfred Brendel zusammen.

Weitere Informationen finden Sie auf Mari Kodamas Website: www.marikodama.com

Sie können die Biographie hier als pdf herunterladen.