Violine
Viviane Hagner gehört zweifelsohne zu den aktivsten und erfolgreichsten jungen deutschen Geigerinnen. Mit einem temperamentvollen und gleichzeitig hochsensiblen Klang hat sie sich einen unverwechselbaren Ruf als Geigerin erworben. Die Berliner Morgenpost schwärmte: „… eine sorgsame und gleichzeitig brillante Geigerin … Ihr Spiel versteht, Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs Eindringlichste zu mischen.“ Viviane Hagner fühlt sich sowohl zeitgenössischen Komponisten wie Gubaidulina, Hartmann und Lutoslawski als auch dem zentralen Violinrepertoire der letzten Jahrhunderte verpflichtet.
Die Liste allein deutscher Orchester, mit denen Viviane Hagner in dieser und der vergangenen Saison spielt, ist ebenso lang wie aussagekräftig: die Bamberger Symphoniker, das Konzerthausorchester Berlin, das mdr-Sinfonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, das Gürzenich-Orchester Köln, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Philharmonische Orchester Kiel, die Württembergische Philharmonie, das Philharmonische Orchester Heidelberg, das Münchener Kammerorchester. Die Aufzählung ließe sich außerhalb Deutschlands mit Klangkörpern wie dem Cleveland Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic oder dem Orpheus Chamber Orchestra selbstverständlich lange fortsetzen. Schwerpunkt ihrer kammermusikalischen Aktivitäten ist das Duo mit ihrer Schwester Nicole Hagner am Klavier.
Zu den Höhepunkten der jüngsten Zeit zählen Auftritte mit dem New York Philharmonic unter der Leitung von Lorin Maazel, dem Boston Symphony unter Charles Dutoit, den Münchner Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem NDR-Sinfonieorchester sowie eine Japan-Tournee mit dem WDR-Sinfonieorchester unter Semyon Bychkov. Sie gab Soloabende in New York, Washington und Boston und musizierte mit Mitsuko Uchida beim Marlboro Festival in den USA. 2002 spielte sie die Uraufführung des Violinkonzerts von Unsuk Chin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano. Das mit dem Grawemeyer Award ausgezeichnete Werk nahm sie anschließend mit Nagano und dem Orchestre Symphonique de Montréal auf; diese Aufnahme erschien 2009 bei Analekta.
Viviane Hagner war bei zahlreichen großen Orchestern zu Gast, etwa bei den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Bayerischen Staatsorchester sowie den Sinfonieorchestern von Boston und Chicago. Sie musizierte mit Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Chailly, Dutoit, Eschenbach und Maazel, und trat bei renommierten Festivals wie den Osterfestspielen Salzburg, den BBC Proms, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Ravinia Festival auf. Sie war als Kammermusikerin außerdem im Concertgebouw Amsterdam, in Barcelona, der Kölner Philharmonie, der Wigmore Hall London und in New York zu hören. 2007/08 gab Hagner als „Artist in Residence“ des Konzerthauses Berlin insgesamt zwölf Konzerte als Solistin und Kammermusikerin, und im Sommer 2009 war sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in 14 Konzerten als „Preisträgerin-in-Residence“ präsent.
Das Label Hyperion veröffentlichte im Frühjahr 2010 ihre Einspielung von Vieuxtemps’ Violinkonzerten Nr. 4 und 5 mit dem Royal Flemish Philharmonic. 2007 kam ihre erste Solo-CD mit Werken von Bartók, Hartmann und Bach heraus (Altara).
Die in München geborene Viviane Hagner gab mit 13 Jahren ihr internationales Debüt beim „Joint Concert“ in Tel Aviv mit dem Israel Philharmonic unter Zubin Mehta. Seit 2009 ist sie Professorin für Violine an der Universität der Künste Berlin.
Weitere Informationen finden Sie unter www.vivianehagner.com.
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