Violoncello
Seit er sich seinem Instrument verschrieben hat, arbeitet Jan Vogler beständig daran, das Farbspektrum seines Celloklangs auszudehnen und verfeinert im ständigen Dialog mit renommierten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten seine musikalische Sprache – mit aller Leidenschaft und immer auch mit dem nötigen Maß Risiko. Die New York Times bewunderte Jan Voglers „lyrisches Gespür“, das Gramophone Magazine lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“ und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“. Jan Vogler ist Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals bei Dresden und seit Oktober 2008 auch Intendant der Dresdner Musikfestspiele. 2010 begleitete er als Kulturbotschafter Deutschlands den ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler zu dessen Staatsbesuch nach Korea. 2006 erhielt er den Europäischen Kulturpreis und 2011 den Erich-Kästner-Preis für Toleranz, Humanität und Völkerverständigung.
Die Saison 2012-13 hält für Jan Vogler nicht nur eine Rückkehr zum New York Philharmonic sowohl in New York als auch in Deutschland bereit sondern auch Debüts beim Bayerischen Staatsorchester in München und beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR sowie Auftritte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Montreal Symphony Orchestra unter Kent Nagano. In der Saison 2011-12 war Jan Vogler u. a. beim dem Mariinsky Orchestra unter Valery Gergiev, dem Oslo Philharmonic und Fabio Luisi und den Münchner Philharmonikern unter Lorin Maazel zu Gast sowie mit dem New Yorker Orchester The Knights auf Deutschland-Tournee. Desweiteren präsentierte er an jeweils zwei Abenden sämtliche Solosonaten von J.S. Bach.
Jan Vogler, der heute mit seiner Frau und beiden Töchtern in Dresden und in New York lebt, begann seine Karriere als erster Konzertmeister Violoncello in der Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine erfolgreiche Tätigkeit als Solist zu konzentrieren. Zu deren Höhepunkten zählen ganz sicher die Auftritte mit dem New York Philharmonic, sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche im November 2005 unter Lorin Maazel. Er konzertierte mit Orchestern wie den Chicago, Boston, Pittsburgh, Montreal und Cincinnati Symphony Orchestras, der Sächsischen Staatskapelle oder den Wiener Symphonikern. Mit den Pianisten Martin Stadtfeld und Hélène Grimaud verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit.
Jan Voglers Orchesterrepertoire beinhaltet neben den bekannten Werken für Violoncello auch so ausgefallene Stücke wie das Vogler gewidmete Cellokonzert „Dunkle Saiten“ von Jörg Widmann und das Cellokonzert „Ubi Est Abel Frater Tuus?“ von Tigran Mansurian sowie die ebenfalls eher selten gehörten Konzerte von Barber, Graf, Hasse, Bürger und das hochvirtuose Konzert von Michael Haydn. 2010 veröffentlichte Neos seine Einspielung der Cellokonzerte von Elliott Carter und Udo Zimmermann (Uraufführung) mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Kristjan Järvi.
2003 begann Jan Voglers erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Sony Classical mit einer Einspielung von Richard Strauss’ Don Quixote und der Romanze mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Fabio Luisi. Preisgekrönte Früchte dieser Kooperation sind u. a. die Aufnahme des Cellokonzerts von Dvořák mit dem New York Philharmonic unter David Robertson sowie zwei Mozart-Einspielungen mit Künstlern des Moritzburg Festivals (ECHO Klassik "Kammermusik-Einspielung des Jahres" 2006). Erwähnung verdienen ebenso die bei Berlin Classics erschienenen Einspielungen der Cellokonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Aufnahme der Cellokonzerte von Robert Schumann und Jörg Widmann (ECHO Klassik „Bester Instrumentalist“ 2002).
Für seine CD „My Tunes“ (2007) hat Jan Vogler kurze Charakterstücke eingespielt, und im selben Jahr wurde „Concerti Brillanti“, seine Aufnahme frühklassischer Cellokonzerte mit dem Münchener Kammerorchester und Reinhard Goebel veröffentlicht. Es folgte „Tango!“, mit Tango-Kompositionen für verschiedene Besetzungen, aufgenommen mit Künstlern des Moritzburg Festivals. 2009 veröffentlichte Sony die CD „Experience“, aufgenommen mit dem New Yorker Orchester The Knights, mit Werken von Schostakowitsch (Cellokonzert Nr. 1 u.a.) und Jimi Hendrix. Im Herbst 2009 erschienen Bach-Sonaten mit Martin Stadtfeld und im Januar 2010 die zweite CD mit den Knights, auf der Jan Vogler mit Dvořáks Waldesruh zu hören ist. In Fortsetzung der ersten CD erschien im Juni 2010 „My Tunes 2“, und im Sommer 2011 mit Kolleginnen und Kollegen des Moritzburg Festivals Schuberts Forellenquintett. Im Frühjahr 2013 wird seine Einspielung der Sechs Suiten für Cello solo von J.S. Bach veröffentlicht.
Jan Vogler spielt ein Stradivari-Cello von 1707 sowie das Domenico Montagnana 'Ex-Hekking' von 1721.
Weitere Informationen zu Jan Vogler finden Sie im Internet unter www.janvogler.com.
Sie können die Biographie hier als pdf herunterladen.
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