Klavier
Die „pure Substanz“ attestierte das Fono Forum der Pianistin Ewa Kupiec – eine Aussage, die es nach wie vor nicht besser auf den Punkt bringen könnte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt über sie: „Kupiec’ Spiel ist eine in dieser Perfektion seltene Mischung aus Temperament, grenzenloser Technik, Gestaltungsvermögen und vollständiger Durchdringung der musikalischen Faktur bei größtmöglicher Transparenz und nicht minder bewundernswertem Farbenreichtum. Ihr Spiel ist brillant und dennoch unaufdringlich, atmosphärisch dicht und völlig frei von virtuoser Kraftmeierei.“
Ihre Engagements führten Ewa Kupiec bisher nicht nur zu den wichtigsten Festivals Europas, sondern auch zu den Münchner Philharmonikern, zum Minnesota Orchestra, zum City of Birmingham Symphony, Royal Stockholm Philharmonic, zum Royal Danish Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Warsaw Philharmonic, Royal Liverpool Philharmonic, Melbourne Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig und zum Orchestre de Paris. Zu den Dirigenten, mit denen Ewa Kupiec gearbeitet hat, gehören Marin Alsop, Neeme Järvi, Ingo Metzmacher, Xian Zhang, Sakari Oramo, Semyon Bychkov, Herbert Blomstedt, Krzysztof Penderecki, Lothar Zagrosek, Gilbert Varga, Christoph Poppen, Andrey Boreyko und Marek Janowski. Die enge künstlerische Zusammenarbeit der Pianistin mit dem Dirigenten Stanislaw Skrowaczewski ist seit dem Jahr 2003 auch durch die Aufnahme der beiden Klavierkonzerte Chopins dokumentiert.
Solo-Abende führen Ewa Kupiec in dieser Saison unter anderem nach München, Berlin und Düsseldorf, ihre Orchesterengagements neben anderen zum Gewandhausorchester Leipzig, zum SWR Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg und zur Staatskapelle Weimar. Zudem wird sie Jurorin beim renommierten ARD-Musikwettbewerb sein. In der vergangenden Saison war Ewa Kupiec beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt, bei den Düsseldorfer Symphonikern, bei den Stuttgarter Philharmonikern, dem Budapest Festival Orchestra oder auch dem Osaka Century Orchestra zu Gast. Mit zahllosen Chopin-Konzerten hat Ewa Kupiec im Chopin-Jahr 2010 ihr Publikum bezaubert: von Stockholm, über den Prager Frühling und São Paulo bis hin nach Tokio. Mit einem Chopin-Soloabend kehrte sie neben vielen anderen auch in die Stuttgarter Liederhalle zurück. Zum wiederholten Male war sie bei Konzerten in Neuseeland mit dem Auckland Symphony Orchestra und in Australien mit dem Tasmanian Symphony Orchestra zu hören.
Eng verbunden ist Ewa Kupiec natürlich auch mit der Musik anderer polnischer Komponisten wie beispielsweise Witold Lutosławski, dem sich die Künstlerin anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahr 2013 besonders widmen wird. Witold Lutosławski war ein Förderer der jungen Pianistin Ewa Kupiec. Ihr Konzertrepertoire umfasst neben den Standard-Werken Kompositionen von Loewe oder Veress. Die Musik Władysław Szpilmans, bekannt geworden durch den Film „Der Pianist“, hat Ewa Kupiec für Sony eingespielt.
Ewa Kupiec’ besonderes Augenmerk gilt der zeitgenössischen Musik. 2005 führte sie erstmalig das wieder entdeckte 1. Klavierkonzert von Schnittke mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester im Berliner Konzerthaus auf, dem im September 2006 die Einspielung des 2. Klavierkonzerts und des Doppelkonzerts folgten. In ihren Rezital- und Kammermusik-Programmen finden sich oft zeitgenössische Werke, und verschiedene Komponisten haben ihr Werke gewidmet.
Unter den zahlreichen CD-Einspielungen Ewa Kupiec’ finden sich Werke von Grażyna Bacewicz, Lutosławski, Szymanowski (ECHO Klassik Konzerteinspielung des Jahres 1997) und Paderewski. 2007 erschien bei Haenssler ihre Aufnahme von Solowerken Janáčeks. Im Sommer 2008 veröffentlichte Phoenix ihre hoch gelobte Aufnahme der Schnittke-Klavierkonzerte mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 2010 erschien ihre CD mit Solowerken von Chopin und Schubert, und 2011 in Kooperation mit dem Deutschlandfunk eine CD mit Werken von Kodály und Enescu (Solaris). Beim australischen Label ABC veröffentlichte sie 2012 ihre Einspielungen von Chopins Klavierkonzerten und einer Nocturnes-Auswahl.
Ewa Kupiec studierte unter anderem in Kattowitz, an der Warschauer Chopin-Akademie sowie der Londoner Royal Academy of Music und gewann 1992 den ARD-Musikwettbewerb (Kategorie Duo Klavier/Cello). Ab Herbst 2011 hat sie eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover inne.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ewakupiec.com
Sie können die Biographie hier als pdf herunterladen.