Christine Schornsheim

Cembalo & Hammerklavier

Seit vielen Jahren ist Christine Schornsheim sowohl als Solistin als auch zusammen mit renommierten Ensembles und Kammermusikpartnern der Alten Musik Gast renommierter Konzertreihen und Festivals. Konzertreisen führten sie in die Länder Europas und Amerikas, nach Israel und regelmäßig auch nach Japan. Ihr Debüt am Hammerklavier gab sie 1994 als Liedbegleiterin von Peter Schreier. Zu ihren wichtigsten musikalischen Partnern zählen seit vielen Jahren Andreas Staier an zwei Cembali, zwei Hammerklavieren oder auch vierhändig am Hammerklavier, die Gambistin Hille Perl, die Cellistin Kristin von der Goltz und der Traversflötist Michael Schmidt-Casdorff.

In der Saison 2012/13 ist sie Solistin bei Konzerten der Akademie für Alte Musik Berlin, ist beteiligt an einem großen Zyklus der Haydn-Sonaten bei den Schwetzinger Festspielen und mit zahlreichen weiteren Rezitalen zu hören. Mit ihrer musikalischen Partnerin, der Barockgeigerin Mayumi Hirasaki ist sie zum wiederholten Mal Gast der Thüringer Bachwochen. Christine Schornsheim gestaltete nach ihrem letzten Konzert auf dem Hammerklavier 2012 ein Cembalo-Rezital beim Klavierfestival Ruhr. Besonders gefragt ist Christine Schornsheim auch als Jurorin großer Wettbewerbe: so 2012 in Prag, Washington und Brügge. Eine Gastprofessur führte sie 2012 nach Tokio, ein Projekt, das auch mit zahlreichen Konzerten in Japan verbunden war.

Es gibt zahlreiche, viel beachtete Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen mit Christine Schornsheim. Als großes diskographisches Projekt wurde 2011 unter größtem Lob der Fachpresse Bachs Wohltemperirtes Clavier, eingespielt auf einem der wenigen erhaltenen Cembali des Antwerpener Instrumentenbaumeisters Anton Ruckers aus dem Jahre 1624, veröffentlicht (Capriccio).

Im Februar 2005 erschien das als grandioser Meilenstein gefeierte, an fünf historischen Tasteninstrumenten eingespielte gesamte Solo-Clavierwerk Joseph Haydns bei Capriccio/WDR. Diese Einspielung wurde in Frankreich mit dem "Diapason d'Or Mai 2005" und dem "Diapason d'Or Jahrespreis 2005" sowie in Deutschland mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" und dem "Echo Klassik 2005" ausgezeichnet. Christine Schornsheim nahm darüber hinaus u. a. die Goldberg-Variationen, selten zu hörende Cembalowerke J. S. Bachs sowie einige Klavierkonzerte von W. A. Mozart auf. Mit dem Traversflötisten Christoph Huntgeburth spielte sie Werke von L. v. Beethoven für Flöte und Klavier erstmals ein. Bereits 1999 erhielt sie einen "Echo Klassik" für die Einspielung dreier Cembalokonzerte von C. P. E. Bach, W. Fr. Bach und J. Ch. Bach (Capriccio).


Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die Aufnahme mit Werken Mozarts zu vier Händen, aufgenommen zusammen mit Andreas Staier an einem außergewöhnlichen Instrument von Andreas Stein, das Cembalo und Hammerklavier in sich vereint (harmonia mundi France). Im Sommer 2009 ist die Gesamtaufnahme der Haydnschen Clavierkonzerte auf historischen Instrumenten (Cembalo, Hammerklavier und Orgel) begleitet von der Neuen Düsseldorfer Hofmusik erschienen (wiederum WDR/Capriccio). Diese versteht sich als Fortsetzung der Gesamteinspielung des Solo-Clavierwerks. Ebenfalls im Sommer 2009 ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gambistin Hille Perl erschienen: die sechs Orgeltriosonaten Bachs in der Bearbeitung für Viola da gamba und Cembalo. 2012 veröffentlichte Oehms ihre Aufnahme von Sonaten und Kammermusik von Leopold Mozart, 2013 erschienen Lieder der Mozart-Zeit (Tenor: Markus Schäfer, Crystal Classics). Die nächsten CD-Veröffentlichungen werden Werke von J.A.P. Schulz und von C.P.E. Bach sein.

Christine Schornsheim ist Professorin für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule München.

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